Silvester 2021

Abbrenn-Verbot an vielen Orten im Landkreis Northeim

Viel Feuerwerk über Northeim. Sicht auf die Stadt Northeim von oben.
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So farbenfroh wird es dieses Jahr wohl nicht: Verkaufs- und Abbrennverbote an Silvester und Neujahr an vielen Orten im Landkreis Northeim sorgen für einen ruhigeren Jahreswechsel.

Im Landkreis Northeim gilt zum Jahreswechsel vielerorts ein Abbrennverbot. Dieses kommt nun zum bundesweiten Verkaufsverbot dazu. Außerdem verlängert die Landesregierung Niedersachen die Neujahrsruhe.

Northeim – Auch dieses Jahr muss weitestgehend aufs Knallen an Silvester verzichtet werden. Wie im vergangenen Jahr (HNA berichtete) gilt erneut ein Verkaufsverbot für Pyrotechnik der Klasse II. Dazu zählen Kleinfeuerwerke wie zum Beispiel Raketen, Schwärmer, Feuertöpfe und Knallkörper.

Außerdem gilt dieses Jahr wieder ein bundesweites An- und Versammlungsverbot an Silvester und Neujahr. Zudem darf in vielen Stadt- und Dorfzentren nichts abgebrannt werden. So unter anderem auch in Northeim und in der Ortschaft Echte in der Gemeinde Kalefeld. Dort befinden sich besonders brandempfindliche Gebäude oder Anlagen, wie zum Beispiel historische Fachwerkgebäude. In deren unmittelbarer Nähe darf grundsätzlich nichts abgebrannt werden.

Selbiges gilt für das Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen in der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen. Bei handgeworfener Pyrotechnik muss der Abstand 25 bis 30 Meter, bei Raketen mindestens 200 Meter betragen. Bei Verstößen drohen Geldbußen bis zu 50 000 Euro. Ebenso verboten ist das Abbrennen von Feuerwerk vor Silvester und nach dem Neujahrstag. Denn die Kategorie II der Pyrotechnik darf nur an diesen beiden Tagen benutzt werden. Bis zu 10 000 Euro kostet vorzeitiges oder verspätetes Abbrennen.

Trotzdem ist es möglich, Altbestände oder aus dem Ausland bestellte Feuerwerkskörper zu nutzen. Sofern die Pyrotechnik in Deutschland zugelassen ist, darf sie verwendet werden. Ist dies nicht der Fall, mache man sich gemäß dem Sprengstoffgesetz strafbar, sagt Daniel Ahrenbog von der Polizeiinspektion Northeim.

Zudem unterliegt auch zugelassene Pyrotechnik bestimmten Regeln, wenn diese aus dem Ausland kommt. So müssen sowohl die Verwendungsbestimmungen als auch die Gebrauchsanweisungen in deutscher Sprache vorliegen. Außerdem müssen Feuerwerkskörper aus Nicht-EU-Staaten grundsätzlich beim Zoll angemeldet werden.

Dabei reicht der Polizei ein Blick auf mitgeführte Pyrotechnik, um zu erkennen, ob diese in Deutschland zugelassen ist oder nicht. Zugelassenes Feuerwerk verfügt über eine sogenannte CE-Kennzeichnung. Diese Kennzeichnung wird von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) verliehen. Ohne diese Kennzeichnung darf es hierzulande nicht genutzt werden.

Weihnachts- und Neujahrsruhe verlängert

Die niedersächsische Landesregierung hat die Weihnachts- und Neujahrsruhe bis Samstag, 15. Januar, verlängert. Wegen der befürchteten Ausbreitung der Omikron-Variante gelte seit Montag, 27. Dezember, auch für geimpfte und genesene Personen eine maximale Anzahl von zehn Personen bei Treffen. Ungeimpfte Personen dürfen sich weiter nur mit Personen des eigenen Haushaltes plus zwei eines weiteren treffen. Kinder unter 14 werden in beiden Fällen nicht mitgezählt

Landkreis Northeim verbietet Pyrotechnik an einigen Orten

Der Landkreis Northeim hat eine Allgemeinverfügung zur Nutzung von Feuerwerk an Silvester und Neujahr erlassen.
An vielen belebten öffentlichen Straßen, Wegen, Plätzen sowie auf öffentlich zugänglichen Flächen ist es dieses Jahr untersagt.

Damit sollen Menschenansammlungen vermieden werden, heißt es in dem Amtsblatt des Landkreises. In den vergangenen Jahren waren diese Orte beliebte Treffpunkte, insbesondere von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, zum Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände.

Dies wolle man mit Hinblick auf die Omikron-Virusvariante verhindern. Neben dem Abbrennverbot ist an Silvester von 21 Uhr bis um 7 Uhr an Neujahr das Mitführen von Feuerwerk untersagt. Diese Regeln gelten für folgende Orte:

- Einbeck – Straßen und Plätze innerhalb der Wallanlagen und der Innenhof Burg Greene.

- Hardegsen – Aldi Parkplatz (Göttinger Str.), Edeka Parkplatz (Am Anger) und Rewe Parkplatz (Am Gladeberg). Bürgerpark (Schmiedewiese), Teichwiesen und Wohnmobilhafen (Steinbreite).

- Kalefeld – Schwimmbadstraße 11 (Parkplatz und Schulhof), Schulstraße 1 (Hoffläche und Parkplatz), in der Trift (Parkplatz) und Hauptstraße 14a (Parkplatz).

- Moringen – Amtsfreiheit 10 (Parkplatz am Rathaus bis Kreisverkehr Lange Straße) und Sollingstraße (bis Klosterhof 1).

- Nörten-Hardenberg – Kreuzung/Bushaltestelle Hannoversche Straße/Bachstraße/Springstraße, Hardenberg-Schlosspark (Burgstraße, Ortsausgang Bishausen) und Edeka-Parkplatz (Hannoversche Straße/Ecke Klosteracker 1).

Noch vorhandene Alt-Bestände könnten im eigenen Garten, auf einer ruhigen Straße oder einem ruhigen Platz abgebrannt werden. Dazu zählen auch Kleinst- oder Jugendfeuerwerke der Kategorie 1, wie Gold- oder Silberregen, kleine Bodenwirbel oder kleine Vulkane. (Amir Selim)

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