Neue Ideen für Arbeit mit Kindern

Brandschutz: Wie Feuerwehrleute im Kreis Northeim auch Puppenspieler werden

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Haben Spaß mit den Puppen: Die Brandschutzerzieher im Landkreis Northeim bilden sich fort. Im Bild sind Sandra Graf, Claus Kühmstedt, Hubert Wolter und Sven Helmold (von links) zu sehen.

Northeim. Sie sind im Einsatz, um Kindern die Gefahren von Feuer zu zeigen und die Angst vor dem Notruf zu nehmen: Brandschutzerzieher. Jetzt gehen diese einen ganz neuen Weg.

Auch gestandene Feuerwehrfrauen und Männer lassen sich innerhalb von Minuten in den Bann von Handpuppen ziehen. Das hat am Wochenende Claus Kühmstedt vom Landesfeuerwehrverband im Feuerwehrhaus Northeim unter Beweis gestellt. Mit großen, bunten Klappmaulpuppen hat er 15 Brandschutzerziehern neue Ideen für die Arbeit mit Kindern auf den Weg gegeben.

Was am Wochenende beim gemeinsamen Brandschutzforum spielerischer Inhalt war, hat einen ernsten Hintergrund: Im Notfall sollen Kinder Leben retten können.

Die Freiwilligen aus den verschiedensten Wehren im Landkreis um Kreisbrandschutzerzieher Sven Helmold sind als Brandschutzerzieher und Brandschutzbeauftragte aktiv. Sie helfen in Schulen, Kindergärten und anderen Einrichtungen den Erziehern und Lehrern, Kinder unter anderem in Erster Hilfe, dem Absetzen eines Notrufes oder dem richtigen Anzünden einer Kerze zu schulen.

„Bei unserem Treffen im vergangenen Jahr entstand der Wunsch zu einem gemeinsamen Brandschutz-Forum“, berichtet Helmold. Das fand jetzt im Northeimer Feuerwehrhaus statt.

Wie Inhalte richtig und kindgerecht vermittelt werden können, berichtete Nicole Siegmund-Wolter, ehemalige Kreiskinderfeuerwehrwartin in einem Themenblock. Zu Puppenspielern wurden die Teilnehmer mit Regionsbrandschutzerzieher Claus Kühmstedt. Mit seinen großen Klappmaulpuppen kann nicht nur die Hemmschwelle von Kindern zu Erwachsenen abgebaut werden, die Kinder sind wie gebannt an den Ausbildern und ihren Puppen, hieß es vor Ort. „Das Reinversetzten in eine Klappmaulpuppe ging bei den Teilnehmern wie von selbst“, sagt Helmold.

Weitere Themen des Tages waren das richtige Absetzen eines Notrufes mit Besuch in der Einsatzleitstelle, die Arbeit mit den Brandschutzmobilen des Landkreises und der Feuerwehr Katlenburg-Lindau sowie die Arbeit mit einem Rauch-Demohaus durch Northeims Kinderfeuerwehrwartin Sina Rusteberg.

Das Ziel der Brandschutzerzieher ist eine einheitliche Ausbildung der Kinder im gesamten Landkreis mit einem gemeinsamen Leitfaden. Daran wird auch künftig unter der Leitung von Helmold gearbeitet.

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