Vollständiger Umzug oder nur Erhalt der Figuren in der Diskussion

Northeims Bürgerbrunnen braucht einen neuen Platz

Fas Foto zeigt den Bürgerbrunnen in Northeim, auch Gildebrunnen genannt. Die Zukunft des Bürgerbrunnens in Northeim auf dem Münsterplatz sorgt für Diskussionen.
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Die Zukunft des Bürgerbrunnens in Northeim auf dem Münsterplatz sorgt für Diskussionen.

Was soll aus dem auch unter dem Namen Gildebrunnen bekannten Bürgerbrunnen auf dem Münsterplatz in Northeim werden?

Northeim - Diese Frage hat die Stadtverwaltung in der gemeinsamen Sitzung des Northeimer Sanierungsausschusses und des Sanierungsbeirates aufgeworfen.

Klar ist nur: Dort wo er derzeit steht, kann der Brunnen nicht bleiben. Das von dem aus Northeim stammenden Bildhauer Paul Trappe stammende Werk soll der Neugestaltung des Münsterplatzes weichen. Der Brunnen prägt das westliche Ende des Platzes

Die Verwaltung stellte drei Möglichkeiten zur Diskussion:

.  Suche nach einem neuen Standort, wo der ganze Brunnen künftig einen Platz finden soll;

.  Suche nach einem Standort, wo nur die drei Figuren des Brunnens aufgestellt werden sollen; und

.  Abriss des Brunnens.

Letztere spielte in der Diskussion keine Rolle. Der Ausschuss sprach sich letztlich dafür aus, dass die Verwaltung zunächst die rechtlichen Voraussetzungen für eine Entfernung des Brunnens vom Münsterplatz klären soll. Unter anderem von einer Nichte des verstorbenen Bildhauers Trappe sowie aus dem Kreis der Beiratsmitglieder wurden vertragliche Verpflichtungen der Stadt gegenüber dem Künstler genannt, dass der Brunnen für 30, 40 oder sogar 50 Jahre auf dem Münsterplatz stehen bleiben müsste. Marcus Krohn (Grüne) meldete auch Zweifel an, ob die Aufstellung der Figuren allein ohne den Brunnen statthaft sei.

Dann, so der einstimmige Ausschussbeschluss, soll die Verwaltung Vorschläge machen, wo der Brunnen oder dessen Figuren künftig aufgestellt werden könnten. Hildegard Pavel (SPD) appellierte, die Standortentscheidung in Ruhe zu treffen.

Gegebenenfalls müssten Brunnen und Figuren eingelagert werden, um den Baubeginn für die Münsterplatzumgestaltung nicht zu behindern. In jedem Fall soll sich außerdem noch der Kulturausschuss des Stadtrates mit dem Thema beschäftigen.

Der Bürgerbrunnen ist 1992 auf dem Münsterplatz enthüllt worden.

Er entstand als eine Auftragsarbeit. Die von Paul Trappe aus australischem Granit geschaffenen Figuren symbolisieren die drei wichtigsten Gilden der Stadt: Kaufmann, Bäcker und Schuhmacher. Die Brunneneinfassung besteht aus Sandstein aus dem Weserbergland.

In Northeim gibt es noch ein weiteres Werk von Paul Trappe, der bis zu seinem Tod in Australien lebte. Seine „urbane Skulptur“ steht seit 2002 am Scharnhorstplatz. Sie kam als Schenkung in den Besitz der Stadt.  (Olaf Weiss)

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