Von FUL nominiert

Bürgermeisterwahl in Northeim: Dietmar Weiß ist dritter Kandidat

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Die Wählergruppe und ihr Kandidat: Die FUL präsentierte ihren Bewerber für das Amt des Bürgermeisters, Dietmar Weiß (4. von rechts), vor dem Haupteingang des Rathauses.

Northeim. Nun doch: Die Northeimer Wählergruppe FUL zieht mit einem eigenen Kandidaten in die Bürgermeisterwahl am 25. Februar. Dietmar Weiß, Ortsbürgermeister von Stöckheim, tritt für sie an.

„Wir haben einen wirklich unabhängigen Kandidaten“, betonte der FUL-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Armin Töpperwien, am Montag. Am Vormittag hatte die FUL die Unterlagen bei der Stadt eingereicht. Um 18 Uhr endete die Meldefrist.

Noch am vergangenen Mittwoch hatte Töpperwien, auf HNA-Anfrage mitgeteilt, dass man trotz mehrerer Gespräche keinen Kandidaten gefunden habe.

„Das ist meine Schuld“, betonte Weiß. Seit Weihnachten sei man im Gespräch gewesen. Seinen Entschluss, anzutreten, habe er erst wenige Stunden nach der Anfrage dem FUL-Vorstand bekannt gegeben. 

Dietmar Weiß

 „Ich wollte den Wählern zu den parteigebundenen Kandidaten eine Alternative bieten“, sagt Dietmar Weiß über seine Entscheidung, für die FUL bei der Bürgermeisterwahl anzutreten. Bei seiner Kandidatur werde er von seiner Frau und seinen beiden erwachsenen Söhnen unterstützt. „Ich trete nicht an, nur um ein dritter Kandidat zu sein“, betont der 58-Jährige. Das wäre ihm zu wenig gewesen. Als langjähriger Ortsbürgermeister (seit 2006) und Ortsratsmitglied (seit 1996) kenne er die Verwaltung und den Stadtrat gut. Außerdem verweist er auf seine Verwaltungserfahrung. Als Ausbildungsleiter der Stadt Göttingen ist der Diplomverwaltungswirt nach eigenen Worten für die Ausbildung von 116 Nachwuchskräften in 20 Berufsfeldern verantwortlich. 

Seit 1991 ist er in der Stadtverwaltung der Uni-Stadt beschäftigt. Zuvor war er zwölf Jahre Soldat bei der Luftwaffe. Nach dem Realschulabschluss hat er zunächst Heizungs- und Lüftungsbauer gelernt. 

„Ich habe eine offene Art und kämpfe mit offenem Visier“, sagt Weiß über sich. Er möge es nicht, wenn Dinge hintenrum betrieben werden. Ein Wahlprogramm kann Weiß noch nicht präsentieren. Er wolle aber für ein menschliches Miteinander von Rat, Bürgermeister und Verwaltung eintreten, kündigte er an. Auch sei es ihm wichtig, dass die Bedürfnisse von Stadt und Ortschaften über Parteiinteressen stehen. Sein Ziel sei es, Northeim wiederzubeleben und die Ortschaften weiterzuentwickeln.

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