Northeimer Fahrlehrer berichtet

Bund senkt das Mindestalter für Moped-Fahrschüler

Will seine Freunde auf den Dörfern besuchen: Milan Jankovic mit Fahrlehrer Ernst Kasten.
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Will seine Freunde auf den Dörfern besuchen: Milan Jankovic mit Fahrlehrer Ernst Kasten.

„15-Jährige können jetzt den Moped-Führerschein machen“, berichtet der Northeimer Fahrlehrer Ernst Kasten. Einer entsprechenden Senkung des Mindestalters hat der Bundesrat zugestimmt.

Northeim –„Die jungen Menschen können so bereits ein Jahr früher als bisher Fahrerfahrung sammeln“, erklärt Kasten. „Früh übt sich, wer ein Meister werden will“, meint der Fahrlehrer. Bereits auf kleine Fahrfehler mit dem Zweirad gibt es ein „merkliches Feedback“.

Junge Menschen lernen so, die Fahrbahn zu lesen und Gefahren richtig einzuschätzen. Das macht sie später zu sichereren Autofahrern. Der Führerschein AM berechtigt dazu, Mopeds mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 Kilometern pro Stunde zu benutzen. Einige Simson-Modelle bringen es sogar auf bis zu 60 Kilometer in der Stunde.

„Gerade im ländlichen Raum wünschen sich junge Menschen mehr Mobilität“, nennt Kasten einen weiteren Vorteil der Gesetzesänderung. „Ich will meine Freunde besuchen, die auf den Dörfern wohnen, das Moped aber auch für Einkaufsfahrten benutzen“, ergänzt AM-Fahrschüler Milan Jankovic (15). Etwas Fahrerfahrung hat er bereits.

Moped schon mit 16: AM-Führerschein nun für Teenager interessanter

Seit einem halben Jahr besitzt er eine Cross-Maschine, die er allerdings nicht im Straßenverkehr benutzt. „Durch die Herabsetzung des Mindestalters wird der AM-Führerschein für Teenager interessanter“, sagt Fahrlehrer Kasten. Bisher machten nach seiner Beobachtung viele 16-Jährige gleich den Motorrad-Führerschein A1.

In einigen Bundesländern galt die nun bundesweit eingeführte Moped-Regelung bereits. Das Problem: 15-Jährige durften den Führerschein dann nur für Fahrten im jeweiligen Bundesland verwenden. (Michael Caspar)

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