Roy Kühne will Siechenanger gastronomisch nutzen

CDU-Bundestagsabgeordneter will Biergarten in Northeim eröffnen

Noch sieht es nicht einladend aus. Entsteht auf dem Siechenanger bald ein Biergarten?

Der Northeimer Unternehmer und CDU-Bundestagsabgeordnete Roy Kühne möchte auf dem Gelände des Siechenangers in Northeim einen Biergarten eröffnen.

Aktuell steht er in Kontakt unter anderem mit der Stadt und einer lokalen Brauerei, um ein gemeinsames Konzept zu entwerfen. „Ich setze mich aber nicht unter Druck. Realisiert werden könnte mein Plan vielleicht schon für diesen Sommer, aber ich habe eher das Jahr 2020 anvisiert“, erzählt Kühne auf HNA-Anfrage. Und: „Ich habe gelernt, solche Vorhaben lieber langsam anzugehen, dafür aber langfristig.“

Schon vor vier Jahren sei ihm beim Joggen an der Rhume die Idee gekommen, aus dem Siechenanger-Gelände, das nach seinen Worten sehr viel Charme habe, „etwas zu machen“. Jetzt habe er den ersten Schritt gewagt und seinen Plan im Rathaus vorgestellt. Bis vor einigen Jahren waren in den denkmalgeschützen Gebäuden Obdachlose und Flüchtlinge untergebracht. Seit dem Leerstand hat die Stadt Northeim vergeblich versucht, das Gelände anderweitig zu vermarkten.

Kein Wunder also, dass die Kühne-Idee für Gastronomie am Siechenanger im Rathaus auf offene Ohren gestoßen ist: Der Denkmalpfleger der Stadt hat das Vorhaben zum Beispiel „außerordentlich begrüßt und als besonders förderungswürdig eingestuft“, heißt es in einer Mitteilungsvorlage, mit der sich demnächst auch die politischen Gremien der Stadt befassen werden.

Sollte alles so klappen, wie Roy Kühne es sich vorstellt, und spätestens nächstes Jahr ein mobiler Biergarten am Siechenanger stehen, könnte Kühne sich vorstellen, nach einer Testphase von zweieinhalb bis drei Jahren noch einen Schritt weiter zu gehen und die stark sanierungsbedürftigen Gebäude, das Siechenhaus und die alte St. Georg-Kapelle aus dem Jahr 1432, ebenfalls gastronomisch zu nutzen.

In der alten Kapelle würde er gern eine kleine Brauerei installieren und das frühere „Northeimer Pils“ wieder aufleben lassen. „Da hätte ich richtig Lust dazu“, erzählt Kühne. Die Originalrezeptur habe er sich bereits besorgt.

Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg: Erst einmal soll auf dem idyllisch gelegenen Gelände an der Rhume der mobile Biergarten entstehen, wenn die Northeimer das Angebot annehmen, so Kühne, könnte es mit „fester“ Gastronomie und Bierbrauen weitergehen.

Roy Kühne betont, dass er als Privatinvestor den ersten Schritt gehe, natürlich müsse er auch mit Sponsoren und weiteren Investoren zusammenarbeiten: „Ich mache erst mal einen Schritt nach dem anderen und schaue in Ruhe, wie sich das alles entwickelt.“  

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