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CDU-Zukunftspreis geht ans Northeimer Theater der Nacht

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Von: Michael Caspar

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Preisverleihung im Theater der Nacht: Das geehrte Ehepaar Ruth und Heiko Brockhausen (vorn, Mitte) mit Minister Björn Thümler (2. v. rechts) und Mitgliedern der Northeimer CDU-Kreistagsfraktion.
Preisverleihung im Theater der Nacht: Das geehrte Ehepaar Ruth und Heiko Brockhausen (vorn, Mitte) mit Minister Björn Thümler (2. v. rechts) und Mitgliedern der Northeimer CDU-Kreistagsfraktion. © Michael Caspar

Das Northeimer Theater der Nacht hat den mit 250 Euro dotierten Zukunftspreis erhalten, den die Northeimer CDU-Kreistagsfraktion zum 12. Mal verlieh.

Northeim – „Viele meinen, dass das Fernsehen eigentlich genug Theater bieten würde“, scherzte Björn Thümler (CDU), Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, während seiner Laudatio. Er sehe das nicht so, versicherte der Minister dem Ehepaar Ruth und Heiko Brockhausen, das das Figurentheater 2001 an der Oberen Straße 1 eröffnet hatte und seitdem leitet.

Theater, so der Minister, biete Menschen, die sich darauf einließen, sich auch gegenüber Kritik öffneten, „Aha-Erlebnisse“. Zuschauer würden in eine andere Welt entführt, lernten andere Perspektiven kennen, bekämen den Spiegel vorgehalten.

Als „Perle in Northeim und Botschafter für Südniedersachsen“ würdigte der Christdemokrat das Theater. Es strahle mit seinen in Vor-Corona-Zeit rund 230 Veranstaltungen im Jahr weithin aus. Deshalb habe das Land die Einrichtung mehrfach finanziell unterstützt. Der Minister lobte zudem das Gebäude, Northeims umgebaute ehemalige Feuerwache, als „architektonisches Highlight“. Thümler warb bei den Bürgern dafür, die „besondere Stätte“, aber auch andere Kultureinrichtungen zu besuchen.

Das Ehepaar Brockhausen zeigte sich über die Auszeichnung erfreut. „Wir benötigen Aufmerksamkeit“, stellte Heiko Brockhausen klar. Die Auslastung der Kultureinrichtung sei aufgrund der Pandemie von 93 Prozent 2019 auf erschreckend niedrige 30 Prozent eingebrochen.

Obwohl das Theater über eine „Lüftungsanlage mit Monsterleistung“ verfüge, hielten sich viele Kulturfreunde mit einem Vorstellungsbesuch zurück. Auch ein Grund, warum sich die 6. Figurentheaterkonferenz der Europäischen Union der Puppenspieler, die derzeit bei ihnen stattfinde, mit Auftritten im öffentlichen Raum befasse. „Der Preis und der Ministerbesuch zeigen zudem, dass wir in Northeim mittlerweile angekommen sind“, betonte Brockhausen. Vor gut 20 Jahren hätten sie in der „Arbeiter- und Beamtenstadt“ noch um Anerkennung kämpfen müssen.

Es sei „Einiges an Überzeugungsarbeit“ zu leisten gewesen, bis ihnen eine Zweidrittelmehrheit im Stadtrat einen Zuschuss für den Umbau der Feuerwache gewährt habe. Mittlerweile nutze Northeim das Theater, um mit ihm für die Rhumestadt zu werben. „Wir wollen mit unserem Preis die Aufmerksamkeit auf die zukunftsweisende Arbeit von Personen und Firmen, Vereinen und Einrichtungen lenken“, erklärte Beatrix Rappe-Rostalski, die der CDU-Kreistagsfraktion vorsitzt.

In der Vergangenheit hätten sie unter anderem den Dorfladen Wachenhausen, den Einbecker Zirkus Charles Knie, den Northeimer Verein Deutsch für alle oder das Einbecker Unternehmen Biocare ausgezeichnet. Das Preisgeld von 250 Euro klinge nach wenig Geld, die Fraktionsmitglieder brächten es aber aus eigener Tasche auf. (Michael Caspar)

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