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Claudius Müller aus Northeim hat ein Herz für Schwalbenschwänze

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Von: Niko Mönkemeyer

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So sieht ein Schwalbenschwanz als Raupe aus. Auf dem rechten Bild einer von insgesamt zehn Schwalbenschwänzen, die Claudius Müller in die Freiheit entlassen hat.
Einer von insgesamt zehn Schwalbenschwänzen, die Claudius Müller aufgezogen und in die Freiheit entlassen hat. © Claudius Müller

Der 17-Jährige Claudius Müller möchte zur Rettung des Schwalbenschanz-Schmetterlings beitragen

Northeim – Nur wenige Menschen, die auf ihren Möhren im Garten Raupen entdecken, machen sich Gedanken darüber, dass aus diesen kleinen Vielfraßen unter Umständen schöne Schmetterlinge werden können.

Die Großtante von Claudius Müller aus Northeim gehört eindeutig dazu. Weil sie wusste, dass ihr Großneffe ein Herz für die heimische Flora und Fauna hat, fragte sie ihn, ob er die Tiere vielleicht aufziehen will.

Dass es sich dabei um Raupen des immer seltener werdenden Schwalbenschwanzes handelte, erkannte der 17-Jährige, der das Northeimer Corvinianum besucht und sich für Naturwissenschaften interessiert, sofort. „Dieser Schmetterling ist immer seltener zu sehen, weil wir Menschen ihm den Platz zum Leben nehmen, und die meisten Raupen aus dem Herbst kommen ums Leben, weil wir zu viel Ordnung in Gärten machen und Laub, Äste und anderes aus dem Garten in die Biotonne schmeißen.“

Claudius Müller hält einen großen Glasbehälter in den Händen
Puppenhaus aus Glas: Diesen Behälter hatte Claudius Müller zur Auftzuchtstation umfunktioniert. Aus deren Puppen schlüpften jetzt die fertigen Schmetterlinge. © Niko Mönkemeyer

Mit seiner Rettungsaktion, wolle er einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass man diese besondere Schmetterlingsart auch einmal in freier Natur zu Gesicht bekommt, sagt Claudius Müller. Bereits im September des vergangenen Jahres hat er die Raupen eingesammelt und zu Hause dann in einem großen Glasbehälter regelmäßig gefüttert. Offensichtlich hat er bei der Pflege der Tiere alles richtig gemacht, denn wie von Mutter Natur vorgesehen, verpuppten die sich, nachdem sie die dafür nötige Größe erreicht hatten.

Anschließend hieß es warten, denn bis aus einer verpuppten Raupe schließlich ein fertiger Schmetterling wird, kann es ganz schön lange dauern, weiß Claudius Müller zu berichten. Leider taten ihm die Tiere nicht den Gefallen, ihren Schlupf so zu terminieren, dass er den entscheidenden Moment mit der Kamera einfangen konnte. (Niko Mönkemeyer)

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