Die Unterstützungsmöglichkeiten sollen koordiniert werden

Corona: Jobcenter und Arbeitsagentur in Northeim bauen Netzwerk für Hilfsangebote auf

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Symbolbild

Northeim – In den sozialen Netzwerken und auch bei der HNA haben sich bereits viele Organisationen zu Wort gemeldet, die Hilfen anbieten wollen für Personen, die in Corona-Quarantäne sind oder für Menschen, die aufgrund der geltenden Bewegungseinschränkungen besonderer Hilfe der Gemeinschaft bedürfen.

Das Jobcenter im Landkreis Northeim und die Arbeitsagentur Northeim wollen diese Aktivitäten jetzt zentral koordinieren und ein Netzwerk mit Hotline aufbauen. Es soll den Namen „Human“ tragen. Human steht dabei als Abkürzung für „Hilfen unkonventionell – Aktiv/Nachhaltig“. Hinter der Idee stehen konkret zwei Köpfe: Zum einen Stefan Schäfer, der Leiter des Jobcenters Landkreis Northeim, zum anderen Rudi Kratzat, Mitarbeiter der Arbeitsagentur und Dozent an der Arbeitsagentur-Bildungsstätte am Northeimer Schuhwall. Letztere hat derzeit den Betrieb stark eingeschränkt. Kratzat: „Da haben wir personelle Kapazitäten, und die wollen wir sinnvoll nutzen.“

Rudi Kratzat von der Arbeitsagentur Northeim

Geboren wurde die Idee aus dem Gedanken „Menschen helfen Menschen in Grundsicherung“, betonen beide Initiatoren. Doch der Hilfsgedanke solle über den Kreis dieser Personengruppe weit hinaus gespannt werden. Kratzat: „Wir denken an ältere Menschen, an chronisch Kranke, aber auch an Einsame, hilfebedürftige und sich ängstigende Menschen und an Menschen, die dem Shutdown und den einschränkenden Regeln vielleicht nicht gewachsen sind.“

Als ein erster Schritt sollen sich nun Organisationen, Verbände und Vereine aus dem gesamten Landkreis Northeim melden, die in dem Hilfsnetzwerk mitarbeiten und Hilfen, sei es beim Einkauf, bei Arztkontakten, bei Medikamentenbesorgungen oder auch mit mutmachenden Gesprächen, anbieten wollen, und zwar unter:

Telefon: 05551/91 02 50 38, oder per E-Mail an: rudi.kratzat@arbeitsagentur.de

Stefan Schäfer, Chef des Jobcenters Landkreis Northeim

Schon in wenigen Tagen, so Schäfer, soll ein Träger eine „Human“-Internetseite erstellen. Zudem soll auch eine Hotline eingerichtet werden, bei der sich Helfer und Hilfesuchende melden können. Foto: Jobcenter Northeim

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