Stadt Northeim erlässt Verbot für Innenstadt und Dörfer

Corona in Northeim: Feuerwerk an Silvester verboten - Hohe Geldstrafen drohen

Feuerwerk in Northeim über über der Burgruine Hardenberg mit Verbotszeichen
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2020 wird es in Northeim kein Feuerwerk an Silvester geben. Ein Verbot aufgrund der Corona-Pandemie wurde von der Stadtverwaltung erlassen.

Das allgemeine Feuerwerksverbot für Niedersachsen ist gerichtlich gekippt. Aber in Northeim ist das Böllern dennoch verboten.

Northeim – Das Abbrennen von Silvesterfeuerwerk in der Northeimer Innenstadt bleibt verboten – auch wenn das Oberverwaltungsgericht Lüneburg das von der Landesregierung im Zuge der Corona-Kontaktbeschränkungen erlassene Komplett-Böllerverbot gekippt hat. Darauf hat die Northeimer Stadtverwaltung hingewiesen.

Das Verbot gilt, wie schon in den Vorjahren, für die historische Northeimer Altstadt, begrenzt durch einen „Ring“ aus Wilhelmstraße, Friedrichstraße, Göttinger Straße ab Friedrichstraße in Richtung Norden, Breiter Weg, Friedrich-Ebert-Wall und In der Fluth.

Hier dürfen weder Raketen, Feuertöpfe, Knallkörper oder andere Kleinfeuerwerke, also alles was zur Klasse II bei Pyrotechnik zählt, abgebrannt werden. Entsprechende Hinweise findet man auf den Verpackungen, so die Stadt in ihrer Mitteilung, in der sie auch betont, dass Silvester und Neujahr natürlich Kontrollen durch Polizei und Ordnungsamt stattfinden werden. „Wir bitten um Verständnis, dass auch erstmalige Verstöße gegen die Vorschriften geahndet werden, da das öffentliche Sicherheitsinteresse Vorrang vor dem Interesse des Einzelnen am Umgang mit Feuerwerkskörpern hat“, heißt es weiter.

Verstöße gegen das Abbrennverbot werden mit einer Geldbuße von bis zu 5000 Euro geahndet.

Corona in Northeim: Feuerwerk darf nicht verkauft werden

Weiterhin Gültigkeit hat aber das bundesweit geltende Verkaufsverbot von Feuerwerkskörpern der Klasse II. Wer noch Feuerwerk aus den Vorjahren übrig hat, kann dieses zwar abbrennen, aber nur an ganz einsamen Orten. Denn aufgrund der Regeln, die auch in vielen Bereichen der Stadt Northeim gelten, ist Böllern auch in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie besonders „brandempfindlichen Gebäuden“ wie Scheunen oder Fachwerkhäusern verboten. Damit gilt das Verbot auch für die Ortskerne in den meisten Dörfern.

Wer zum Beispiel Raketen steigen lassen will, muss mindestens 200 Meter Abstand halten, für Böller gilt ein Mindestabstand von 25 bis 30 Metern. Wer gegen diese Sicherheitsabstände verstößt, kann mit Geldbußen von bis zu 50 000 Euro zur Kasse gebeten werden.

Und: Geböllert werden darf ausschließlich am 31. Dezember und am 1. Januar. Sowohl das vorzeitige Abbrennen als auch das Böllern über den Neujahrstag hinaus kann mit einer Geldbuße von bis zu 10 000 Euro geahndet werden.

Die neuen Corona-Regelungen für Weihnachten und Silvester erlauben Feiern nur noch im kleinen Kreis, um somit die anhaltende Pandemie möglichst einzugrenzen. Außerdem hat das Land Niedersachsen ein Feuerwerksverbot verhängt. (Kathrin Plikat)

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