Fahrer bei Unfall nahe Fürstenhagen schwer verletzt - Video zeigt Aufprall

Lkw-Crashtest: Polizei hat bewusst auf Information verzichtet

Fürstenhagen. Aus Rücksicht auf den verletzten Fahrer will die Uslarer Polizeichefin nach dem Unfall beim Lkw-Crashtest nahe Fürstenhagen darauf verzichtet haben, die Öffentlichkeit zu informieren. 

Die Leiterin des Polizeikommissariats Uslar hat sich aufgrund der zunächst unübersichtlichen Erkenntnisse und mit Blick auf die Situation des schwer verletzten Fahrers und seiner Familie dazu entschlossen, zunächst auf eine Information der Öffentlichkeit zu verzichten. Das sagte Uwe Falkenhain, Sprecher der Polizeiinspektion Northeim-Osterode am Mittwoch auf Nachfrage der HNA, warum es nach dem Crashtest, bei dem ein Unternehmer aus Uslar vor zwei Wochen nahe der Ortschaft Fürstenhagen eine von ihm entwickelte sogenannte „Nizzasperre“ testen wollte (HNA berichtete), keine Information seitens der Polizei Uslar gab. 

Die Staatsanwaltschaft Göttingen hat laut Pressesprecher Andreas Buick inzwischen Ermittlungen gegen den Uslarer Unternehmer wegen des Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung und des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr eingeleitet. Nur durch Zufall war der schwere Unfall in der vorigen Woche ans Licht gekommen: Ein Fernsehsender aus Nordhessen hatte, nachdem ihm von einem Augenzeuge des Unfalls ein Handyvideo des Vorfalls zugespielt worden war, die HNA-Redaktion in Uslar kontaktiert, um an weitere Informationen zu dem Crashtest kommen. Während der Recherche der HNA bei der Polizei und der Stadt Uslar sowie bei dem Unternehmer wurde über zahlreiche Hintergründe des Vorfalls geschwiegen. 

Aufgeworfen wurde zum Beispiel die Frage, warum die Uslarer Polizeichefin nach dem Unfall, bei dem der Fahrer des Test-Lkw schwere Verletzungen erlitten hatte, nicht die Öffentlichkeit informierte, also keine Pressemitteilung herausgab, wie sie es sonst nach jedem Unfall tut. 

Polizeisprecher Falkenhain teilte am Mittwoch weiter mit, dass „die Öffentlichkeit mit einem klaren Bild der Abläufe und Verantwortlichkeiten zu einem späteren Zeitpunkt informiert werden sollte“.

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