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Endspurt für Restaurierung der Fenster an St.-Sixti in Northeim

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Von: Axel Gödecke

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Die Sixti-Kirche in Northeim ist wieder eingerüstet: Es steht der letzte Bauabschnitt der Fensterrestaurierung an. Das Foto zeigt die Kirche mit (vorn von links) Kim Kappes (Niedersächsisches Landesamt für Denkmalschutz), Diplom-Glasrestauratorin Nicole Sterzing (Seebergen/Thüringen), Küster Söhnke Ehrhardt, Glasrestaurator Frank Schneemelcher (Quedlinburg) und Dr. Christian Steigertahl (Kirchenvorstand).
Die Sixti-Kirche in Northeim ist wieder eingerüstet: Es steht der letzte Bauabschnitt der Fenster-Restaurierung an. Das Foto zeigt die Kirche mit (vorn von links) Kim Kappes (Niedersächsisches Landesamt für Denkmalschutz), Diplom-Glasrestauratorin Nicole Sterzing (Seebergen/Thüringen), Küster Söhnke Ehrhardt, Glasrestaurator Frank Schneemelcher (Quedlinburg) und Dr. Christian Steigertahl (Kirchenvorstand). © Axel Gödecke

An der Northeimer St.-Sixti-Kirche startete jetzt der dritte und letzte Bauabschnitt zur Restaurierung der wertvollen Kirchenfenster.

Northeim – Vor sechs Jahren begannen die ersten Arbeiten für die Restaurierung der Fenster an Northeims Hauptkirche St. Sixti. Jetzt startete der letzte Bauabschnitt des aufwändigen und insgesamt rund 1,1 Millionen Euro auch kostspieligen Projekts. Es werden abschließend die Fenster an der Südseite des Kirchenschiffs und am Eingangsportal saniert.

Zwei Bauabschnitte in Sachen Fensterrestaurierung sind schon fertig auf der Nordseite und auch im Chor- und Sakristeibereich an der Ostseite. Darunter auch die mittelalterlichen Fenster an der zur Innenstadt hin gerichteten Nordseite des Kirchenschiffs. Sie stammen aus der Zeit um 1480 und gehören damit zu den ältesten in Niedersachsen und zu den bedeutendsten in ganz Deutschland.

Hier zeigen Kim Kappes (Landesamt für Denkmalschutz) und Diplom-Glasrestauratorin Nicole Sterzing ein ausgebautes besonders buntes Fensterfeld, das aus einem landfenster an der Südseite der Sixti-Kirche Northeim ausgebaut wurde. 378 solcher oder ähnlicher Bleiglas-Einzelfelder gilt es derzeit zu reinigen und restaurieren.
378 Bleiglas-Einzelfelder gilt es derzeit zu reinigen und restaurieren: Hier zeigen Kim Kappes (Landesamt für Denkmalschutz) und Diplom-Glasrestauratorin Nicole Sterzing ein ausgebautes besonders buntes Feld. © Axel Gödecke

Sie wurden ab 2016/17 zuerst hauptsächlich von der Diplom-Glasrestaurateurin Nicole Sterzing (Seebergen), aber auch schon von der Glaswerkstatt Schneemelcher (Quedlinburg) für rund 405 000 Euro restauriert. Sterzing hatte auch die Bauleitung für die gesamte Sixti-Fenstersanierung inne.

Der 358 000 Euro teure Bauabschnitt Nummer zwei betraf ab 2019 die Buntfenster im östlichen Chorraum, in der Sakristei und der Nicolaikapelle, die aus der Zeit um 1907 und später stammen. Dieser wurde wieder von der Glaswerkstatt Frank Schneemelcher aus Quedlinburg ausgeführt, die nunmehr auch den Auftrag für den letzten, dritten Bauabschnitt bekam.

Jetzt geht es im dritten, 350 000 Euro teuren Abschnitt um die Restaurierung und Säuberung der eher schlichter gehaltenen Bleiglasfenster aus dem 20. Jahrhundert entlang der Südseite aber auch an der Büßerkammer und am westlichen Eingangsportal. Insgesamt gilt es, noch einmal elf Fenster zu überarbeiten, darunter auch drei bis zu 28 Meter hohen Langfenster.

Insgesamt sind laut Glasrestaurateurin Nicole Sterzing, die die Leistungsverzeichnisse für alle Bauausschreibungen gefertigt hat, im dritten Bauabschnitt noch einmal 378 Einzel-Bleiglasfelder zu überarbeiten.

Dafür wurden die elf Fenster von außen eingerüstet und im Kirchenschiff zusätzlich auch von innen luftdicht eingehaust, damit kein Staub in den frisch renovierten Kircheninnenraum gelangt, der womöglich die wertvolle Gloger-Sixti-Orgel beschädigt.

Fertig sein soll der dritte Bauabschnitt im Wesentlichen kurz vor Ostern, berichtet Dr. Christian Steigertahl vom Kirchenvorstand. Er ist von der Gemeindeseite aus der Chefkoordinator aller Bauarbeiten in der Sixti-Kirche, darunter auch der rund 1,5 Millionen Euro teuren Innenrenovierung mit Einbau einer Fußbodenheizung und Innenanstrich, der erst kürzlich abgeschlossen wurde.

„Zur Aufführung von Monteverdis Marienvesper am 15. Mai durch die Sixti-Kantorei sollen die alle Baugerüste und Fenster-Einhausungen verschwunden an der Südseite verschwunden sein, damit wir die Seite wieder bestuhlen können.“

Wer zahlt die Restaurierung?

Finanziert worden ist die 1,1 Millionen Euro teure Gesamtmaßnahme Sixti-Fenster-Restaurierung hauptsächlich von der Landeskirche, dem Landesamt für Denkmalschutz und zum geringeren Teil auch vom Kirchenkreis. Insbesondere an der Restaurierung der Mittelalterfenster hatten sich aber auch der Sixti-Förderverein sowie die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und die Stiftung Kirchliche Bauten finanziell beteiligt. (Axel Gödecke)

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