Sanierung der B 241 nach über einem Jahr endlich fertig

Das Harztor in Northeim ist für Autos wieder frei

Keine Umwege mehr: Am Mittwochvormittag räumten Bauarbeiter die Sperrschilder an der Straße Harztor weg. Damit ist der Weg über die B 241 von Northeim in Richtung Harz und in der Gegenrichtung wieder frei.
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Keine Umwege mehr: Am Mittwochvormittag räumten Bauarbeiter die Sperrschilder an der Straße Harztor weg. Damit ist der Weg über die B 241 von Northeim in Richtung Harz und in der Gegenrichtung wieder frei.

Über ein Jahr lang war die Harztorbaustelle imZuge der B 241 in Northeim ein Ärgernis für tausende von Pendlern und anderen Verkehrsteilnehmern. Jetzt ist sie fertig.

Northeim - Mit der Baustelle war die Ein- und Ausfahrt über die B 241 aus und in Richtung Harz blockiert. Weite Umwege waren zu fahren, doch seit gestern ist Schluss damit. Das Harztor ist wieder passierbar. Die Sperrbaken sind weg.

Neben der Fahrbahn, dem Radweg, dem Schutzstreifen und weiteren Nebenanlagen, wie Bushaltestellen, wurden auch die Schmutzwasserkanalisation, die Straßenentwässerung sowie die Gas-, Wasser- und Stromleitungen erneuert, einschließlich der Hausanschlussleitungen.

Es handelte sich dabei um eine Gemeinschafts-Bauaktion vom Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung der Stadt Northeim, den Stadtwerken Northeim, der Stadt Northeim und der Niedersächsischen Straßenbaubehörde.

Simon Hartmann

Die Hälfte aller Bauleistungen seien im Wasserschutzgebiet ausgeführt worden, betont Northeims Bürgermeister, Simon Hartmann. Deshalb habe man sowohl bei der Kanalsanierung als auch der Beseitigung von schadstoffbelasteten Asphaltschichten besondere Vorsicht walten lassen müssen, um die Trinkwasserversorgung der Stadt nicht zu gefährden.

3,8 Milionen Euro

Die Baumaßnahme im fast 1,4 Kilometer langen Harztorbereich ist in vier Abschnitten erfolgt. Die Baukosten belaufen sich laut Bürgermeister Simon Hartmann auf 3,8 Millionen Euro. Der größte Anteil entfalle auf die Straßenbauverwaltung mit 1,45 Millionen Euro, gefolgt vom Eigenbetrieb Abwasser mit 1,25 Millionen Euro und den Stadtwerken Northeim mit einer Million Euro. Den kleinsten Anteil habe die Stadt für Arbeiten an den Nebenanlagen zu tragen. 

Für alle Verkehrsteilnehmer, aber auch die direkt betroffenen Anwohner und Gewerbetreibenden sei die Sanierung des Harztors, das für Northeim wie eine Lebensader sei, sehr belastend gewesen, fährt Hartmann fort. Er danke allen für ihre Geduld.

Und weiter: „Uns allen wurde mit voller Wucht deutlich, wie wichtig und zentral bestimmte Verbindungen sind, wenn sie nicht mehr zur Verfügung stehen.“ Aber Lebensadern hätten es an sich, dass an ihnen auch etwas getan werden müsse. Und genau diese Situation habe beim Harztor schon länger vorgelegen. „Die Sanierung duldete keinen Aufschub mehr.“

Die gemeinschaftlich ausgeführte Baumaßnahme zeigt aber auch, dass die öffentliche Hand derzeit kräftig in die Infrastruktur investiere und dies auch weiterhin tun müsse, um zukunftsfähig zu bleiben. (Axel Gödecke

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