Kreisstraße für sechs Monate dicht

Dauerbaustelle macht das Leben in Suterode ganz ruhig

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Am Tor zur Baustelle: Ortsbürgermeisterin Evelin Martynkewicz steht dort, wo die Suteroder sonst nach Katlenburg gefahren sind. Jetzt müssen sie Umwege in Kauf nehmen, denn die Kreisstraße wird aktuell neu gebaut und bekommt einen Fahrradweg. 

Suterode. Einige sprechen im Moment vom abgeschnittenen Dorf, weil die K 414 nach Katlenburg für sechs Monate dicht ist. Samstag wird auf der Kreisstraße gefeiert.

So ruhig wie im Moment war es in Suterode wohl noch nie. Kein Wunder, denn die Straße nach Katlenburg ist für mehrere Monate komplett gesperrt. Nachts wird das große Tor am Dorfrand, hinter dem die schweren Baumaschinen abgestellt sind, sogar abgeschlossen.

„Es ist schon eine merkwürdige und ungewohnte Situation“, räumt Ortsbürgermeisterin Evelin Martynkewicz (FWG) ein. Doch die meisten im Ort haben sich schnell an die neue Situation gewöhnt. Dabei haben die Suteroder schon seit Jahren darauf gewartet, dass die Baumaßnahme endlich beginnt, denn die Kreisstraße 414 nach Katlenburg befindet sich seit geraumer Zeit in einem erbärmlichen Zustand. Sie war für alle Autofahrer eine absolute Holperstrecke.

Wegen der Erneuerung der Kreisstraße ist Suterode bis Ende September für ein halbes Jahr von dieser Verkehrsader abgeschnitten, die in der Regel von 3000 Verkehrsteilnehmern pro Tag genutzt wird.

Jeder sucht seinen Weg

Die empfohlene Umleitungsstrecke führt die Suteroder über den Golfplatz und Sudheim nach Northeim und dauert einige Minuten länger als gewohnt. „Das wird aber ganz individuell gehandhabt“, erläutert Martynkewicz, denn sehr viele wählen den Weg über die Mahntestraße in den Nachbarort Wachenhausen. Der ist nämlich schneller, hat aktuell aber einen Haken. Denn in Wachenhausen gibt es ebenfalls eine mit Ampeln geregelte Baustelle.

Zu schnell unterwegs

Keineswegs gut geheißen wird im Dorf das schnelle Fahren in der Mahntestraße. Dort gilt laut Ortsbürgermeisterin Tempo 30. „Es hält sich aber kaum jemand daran, obwohl dort eine Geschwindigkeitsanzeige aufgebaut ist.“

Es sind auch nicht wenige, die die ausgeschilderten Baustelle einfach nicht wahrhaben wollen und trotzdem den gewohnten Weg durchs Dorf fahren, bis sie dann vor dem großen Bauzaun stehen.

Brot von Wilhelm

Die Suteroder (Martynkewicz: „Wir freuen uns vor allem auf den neuen Radweg, der entlang der Kreisstraße gebaut wird!“) wollen aus der Bauphase das Beste machen. Deshalb lädt der Dorfverein unter dem Motto „Die Kreisstraße gehört an diesem Tag uns“ für Samstag, 11. Juni, zu einem Fest mit Kaffeetafel, Brot aus Wilhelms Ofen und Schnittchen auf der Unteren Straße in Höhe der Kirche ein. Gefeiert wird ab 14.30 Uhr.

Die Untere Straße wird an diesem Tag von der Einmündung Rotes Ufer bis zur Einmündung Burgstraße gesperrt und ist nur für den Anliegerverkehr befahrbar. Eine Vollsperrung gibt es in Höhe der Kirche und in der Einmündung von der Unteren Straße zur Mahntestraße.

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