Kitaschließungen machen sich bei Schulanfängern bemerkbar

Coronabedingte Defizite bei Erstklässlern im Landkreis Northeim

Schulanfängerin auf der Schulbank
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Den Erstklässlern ist anzumerken, dass die Kindertagesstätten während der der Lockdowns geschlossen waren

Die Lockdowns haben ihre Spuren bei den Schulanfängern hinterlassen.

Northeim – Die coronabedingten Schließungen der Kindertagesstätten sind bei den aktuellen Erstklässlern zu spüren. Das hat eine Nachfrage bei einigen Grundschulen im Landkreis ergeben.

Neben Problemen im Bereich der Grob- und Feinmotorik seien insbesondere, aber nicht nur bei Kindern mit Migrationshintergrund, im Vergleich zu den Vorjahren Defizite bei der Sprachkenntnis festzustellen, beschreibt Corinna Kulp-Wahmke, Leiterin der Northeimer Schule am Sultmer, die aktuelle Situation.

„Wir haben bereits im Januar damit begonnen, neben den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Sachkunde auch die Nebenfächer wieder mehr in die Stundenpläne einzubinden, weil wir gemerkt haben, dass den Kinder das fehlte“, so Kulp-Wahmke. „Allerdings war das nur eingeschränkt möglich, denn Singen im Musikunterricht ging ja nicht.“ Im Großen und Ganzen sei es aber wohl gelungen, die coronabedingten Defizite auszugleichen.

Zu dieser Einschätzung kommt auch Christopher Grupe, Leiter der Grundschule Hardegsen, der in der jüngsten Sitzung des Hardegser Schulausschusses über die aktuelle Entwicklung berichtete. Von den weiterführenden Schulen habe es bislang nur positive Rückmeldungen über die neuen Fünftklässler gegeben, betonte er. Den neuen Erstklässlern sei hingegen anzumerken, dass sie viele Monate nicht die Kita besuchen konnten.

An der Grundschule Uslar sind keine Auffälligkeiten bei den Erstklässlern festgestellt worden, dass infolge Corona Defizite im sozialen Miteinander bestünden. Schulleiter Lars Woppowa sagte, dass die Kinder „hier gut angekommen“ und die Klassengemeinschaften schnell zusammengewachsen seien. Es gebe Ausnahmen, das seien aber Einzelfälle.

Gut funktioniert habe der Übergang für die Viertklässler in die weiterführenden Schulen, mit denen eine enge Abstimmung erfolgt sei. Woppowa führt das auf das Wechselmodell zurück, das in Niedersachsen bis Schuljahresende praktiziert wurde.

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