Demo gegen AfD-Veranstaltung verlief friedlich

Zusammentreffen: Junge Anhänger der AfD versuchten mit eigenen Transparenten die Demonstration gegen die AfD-Veranstaltung zu stören. Die Polizei stellte sich dazwischen. Foto: Niesen

Northeim. Rund 60 Personen haben am Freitagabend auf dem Northeimer Münsterplatz gegen eine zeitgleich stattfindende Versammlung des AfD-Kreisverbandes mit der umstrittenen stellvertretenden AfD-Bundesvorsitzenden Beatrix von Storch (Berlin) im angrenzenden Bürgersaal demonstriert.

Trotz einer Provokation von mehreren jungen AfD-Anhängern gegenüber den Demonstranten verlief der Protest friedlich. Das energische Einschreiten des Einsatzführers der Polizei verhinderte, dass es zu mehr kam.

Aufgerufen zu der Demonstration hatte die Grüne Jugend aus Northeim und Göttingen. „Wir wollen ein Zeichen setzen für Toleranz und Weltoffenheit“, sagte die Vertreterin der Northeimer Grünen-Jugend, Karoline Otte.

Auch SPD, CDU, Linke dabei

Auch Mitglieder und Sympathisanten von SPD, CDU und Linken nahmen an der Demo teil. „Wir fühlen uns nicht wohl dabei, dass eine Versammlung der AfD in der guten Stube Northeims stattfindet“, sagte der Vorsitzende der Northeimer Sozialdemokraten, Simon Hartmann. Er sagte, es gäbe auch Hauptverwaltungsbeamte, die die Auffassung verträten, dass es solche Veranstaltungen in Räumen ihrer Kommunen nicht geben dürfe.

Während auf dem Münsterplatz die Demonstranten mit Spruchbändern für eine Willkommenskultur gegenüber Flüchtlingen eintraten, wurden die Besucher der AfD-Veranstaltung nur nach einer „Gesichtskontrolle“ eingelassen, ein Zeitungsvertreter aus Göttingen durfte nicht hinein.

In der Versammlung forderte die stellvertretende AfD-Bundesvorsitzende vor rund 60 Zuhörern im Bürgersaal unter anderem, dass eine „Armutszuwanderung“ nach Deutschland nicht stattfinden dürfe, erforderlich sei vielmehr eine „qualifizierte Zuwanderung“. (zhp)

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