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Northeimer Schüler will Zigarettenrauch sauberer machen

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Von: Olaf Weiss

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Erfinder des Smokesafe: Volkan Turgut (17) präsentiert seine Produktidee.
Erfinder des Smokesafe: Volkan Turgut (17) aus Northeim präsentiert seine Produktidee. © Olaf Weiss

Volkan Turgut ist ein Tüftler. „Ich versuche immer Probleme zu finden und sie zu lösen“, sagt der 17-Jährige, der im Northeimer Gymnasium Corvinianum im 11. Jahrgang ist.

Northeim - Mit der Idee eines Zigarettenfilters, der die Gefahren des Passivrauchens minimieren soll, hat es der Schüler in der Kategorie Consumer Products (Produkte für Endverbraucher) in die zweite Runde des bundesweiten Wettbewerb Startup-Teens geschafft. Bis Dienstag, 7. Juni, 15 Uhr läuft noch das Online-Voting, das darüber entscheidet, wer von den in jeder Kategorie von einer Jury ausgewählten fünf Business-Ideen beim Finale am 24. Juni in Berlin dabei ist. Je zwei kommen auf Basis des Votings weiter, ein Dritter soll es durch Juryauswahl schaffen.

Seinen Smokesafe hat sich Volkan Turgut nach eigenen Worten einfallen lassen, weil er früher auch häufig vom Passivrauchen betroffen gewesen sei und es ihn gestört habe. Auch draußen stelle es eine Gesundheitsgefahr dar.

Laut einer Studie der Stanford-University in Kalifornien muss man auch im Freien zwei Meter Abstand zu einem Raucher einhalten, um nicht die Giftstoffe, die im Zigarettenqualm enthalten sind, einzuatmen. Dabei ist der Qualm, der direkt von der glimmenden Zigarette ausgeht, für Passivraucher gefährlicher als der, den den Raucher nach dem Inhalieren ausatmet. Denn beim Inhalieren verbrennt der Tabak bei deutlich höheren Temperaturen, als beim einfachen Glimmen der Zigarette, so das Deutsche Krebsforschungszentrum. Die Folge: Die Konzentration von krebserregenden Stoffen ist deutlich höher.

Den Filter, den der Schüler entwickelt hat, muss man sich als eine Hülle vorstellen, die über die Zigarette gestülpt wird. Darin ist ein kleiner, von einem Elektromotor angetriebener Ventilator, der Frischluft ansaugt und so dafür sorgt, dass der Tabak ähnlich heiß verbrennt wie beim Ziehen. Die Gehäuse seiner Prototypen hat er mit einem 3D-Drucker hergestellt.

Marktchancen für seine Idee rechnet er sich aus, weil in einigen Ländern bereits das Rauchen in der Öffentlichkeit verboten werde, um die Menschen vor dem Passivrauchen zu schützen. Wer für Volkan Turgut und seinen Smokesafe abstimmen will, kann das tun unter startupteens.de/challenge/online-voting/ (ows)

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