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Der Quellhügel in Northeims Innenstadt muss weichen

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Von: Olaf Weiss

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Der Quellhügel: Auch wenn seit Langem durch seine Rinne kein Wasser mehr fließt, ist er ein markanter und beliebter Teil der Fußgängerzone.
Der Quellhügel: Auch wenn seit Langem durch seine Rinne kein Wasser mehr fließt, ist er ein markanter und beliebter Teil der Fußgängerzone. © Hubert Jelinek

Die Tage des Quellhügels auf dem kleinen Markt in Northeim sind gezählt.

Northeim - Der Stadtrat hat am Donnerstag einstimmig bei einer Enthaltung (Berthold Ernst, SPD) beschlossen, dass der aus den 1980er-Jahren stammende künstliche Hügel entfernt wird.

Dort soll stattdessen ein mobiler Spielcontainer seinen Platz finden. Diese Entscheidung war Teil eines umfassenden Beschlusses über weitere Projekte zur Belebung der Innenstadt.

Vor dem Beschluss hob Bürgermeister Simon Hartmann (SPD) den Aspekt der Beseitigung des Quellhügels extra hervor, der von Kindern als Spielfläche genutzt wird. Schon häufiger sei über ihn diskutiert worden – immer mit dem Ergebnis: „Man braucht ihn da, weil man nichts anderes hat.“ Doch nun gebe es mit mobilen Spielplatz-Container, der dauerhaft in der Innenstadt platziert werden soll, etwas anderes.

So ähnlich könnte der Spielcontainer aussehen, der aufgestellt werden soll.
So ähnlich könnte der Spielcontainer aussehen, der aufgestellt werden soll. ©  Kukuk Box/ nh

Die Verwaltung hatte von Anfang an den Platz zwischen City-Center und Eiscafé als Standort für den rund 50 000 Euro teuren Container favorisiert – zunächst ohne den Quellhügel zu beseitigen (HNA berichtete). Doch nachdem die Feuerwehr Bedenken geäußert hatte, dass dann dort nicht genug Platz für ihre Einsatzfahrzeuge bleibt, war nach Standortalternativen gesucht worden. Statt Hügel plus Container heißt die Lösung nun Container statt Hügel.

Gleichzeitig beschloss der Rat, dass die Stadt Fördergeld für folgende Innenstadtprojekte beantragen soll:

. Veranstaltungsreihe „Tschüss Ödnis – hallo Zukunft“: Geplant sind vier Veranstaltungen (Framespotting, Wasserspielmobil, Picknick-Festival, Northeim leuchtet), Kosten 177 000 Euro, von denen die Stadt 17 700 selbst trägt.

. Erleben und Ausruhen in der Innenstadt: Es sollen Sitzgelegenheiten, Pflanzgefäße, Hochbeete und der Spielplatz-Container angeschafft werden, Kosten 214 000 Euro, städtischer Eigenanteil 21 400 Euro.

. Innenstadtmanagement: Besetzung einer Personalstelle für die Koordination von Projekten, die aber auch als Motivator und Impulsgeber fungieren soll, Kosten 62 500 Euro städtischer Eigenanteil 6200.

. Beteiligungsprozess: Um die Bürger an dem Prozess zur Transformation der Innenstadt unter anderem durch Informations- und Dialogveranstaltungen bis März 2023 zu beteiligen, werden 170 000 Euro benötigt, von denen die Stadt 17 000 selbst tragen muss. (Olaf Weiss)

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