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Landgericht will Donnerstag Urteil gegen 60-Jährigen verkünden, der in Northeim zweimal seine Frau überfiel

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Von: Heidi Niemann

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Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand.
(Symbolbild) © David-Wolfgang Ebener/dpa

Im Prozess um einen zweifachen versuchten Mord in Northeim haben die Verfahrensbeteiligten am Dienstag vor dem Landgericht Göttingen ihre Plädoyers gehalten.

Göttingen / Northeim - Ein 60-Jähriger muss sich seit Mitte Juni vor dem Landgericht Göttingen wegen zweifachen versuchten Mordes verantworten. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung sind nun am Ende der Beweisaufnahme zu dem Schluss gekommen, dass sich der Vorwurf des versuchten Mordes nicht aufrechterhalten lasse. Die Staatsanwaltschaft stuft die erste Tat, die sich Anfang Dezember ereignete, nunmehr als gefährliche Körperverletzung ein. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft sei die zweite Tat deshalb als versuchter Totschlag zu werten.

Die Staatsanwaltschaft beantragte für den Angeklagten eine Gesamtfreiheitsstrafe von acht Jahren und sechs Monaten. Ihrer Ansicht nach habe sich der 60-jährige in zwei Fällen der gefährlichen Körperverletzung schuldig gemacht, in einem Fall in Tateinheit mit versuchtem Totschlag. Die Nebenklage schloss sich dem Antrag der Staatsanwaltschaft an.

Nach Ansicht der Verteidigerin seien beide Gewaltdelikte dagegen lediglich als gefährliche Körperverletzung zu werten, sie plädierte deshalb auf eine deutlich niedrigere Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren. Das Gericht will sein Urteil am Donnerstag verkünden. (pid)

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