Breitbandausbau dauert länger

Die Deutsche Telekom muss im Landkreis Northeim nachsitzen

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Sorgen für schnelles Internet: Glasfaserkabel. Der Ausbau verzögert sich aber weiter.

Northeim – Der geförderte Breitbandausbau im Landkreis Northeim verzögert sich erneut. Wie der Landkreis Northeim am Freitag mitteilte, wird die Deutsche Telekom den Zeitplan, die Bauarbeiten bis Ende Januar abzuschließen, nicht einhalten.

Betroffen davon sind nach Angaben der Kreisverwaltung 600 bis 800 von 10 000 Adressen, die insgesamt vom Breitbandausbau profitieren. Als neuer Fertigstellungstermin für die ausstehenden Restarbeiten wird von der Telekom nun der 30. Juni 2020 angepeilt.

Grund dafür, so die Telekom, sind fehlende Genehmigungen der Deutschen Bahn für die notwendige Querung von Bahnanlagen mit den neuen Glasfaserleitungen oder auch die Weigerung einzelner Baulastträger, die notwendigen Vereinbarungen mit der Telekom zu unterzeichnen. Auch im Zuge des Ausbaus der Ortsdurchfahrt in der Einbecker Ortschaft Naensen haben laut Kreisverwaltung Abstimmungsprobleme zu Verzögerungen geführt. Baulastträger sind diejenigen, die für Bau und Unterhaltung der Straßen zuständig sind, also Gemeinden, Landkreis, Land und Bund, aber beispielsweise bei Feldwegen auch Feldmarksgenossenschaften.

Seit November 2018 laufen im Landkreis die Tiefbauarbeiten für den von Bund und Land geförderten Breitbandausbau. Die Telekom hat laut Kreisverwaltung seitdem von verschiedenen Tiefbauunternehmen insgesamt 316 Kilometer Glasfaserkabel verlegen lassen. Auch zahlreiche Verteilerkästen wurden neu aufgestellt oder die Gehäuse vorhandener Kästen ausgetauscht, um die neue Technik aufnehmen und umsetzen zu können. Die Hausanschlüsse erfolgen aber weiterhin mit Kupferkabeln. Der geförderte Breitbandausbau sollte ursprünglich bereits im Juli vergangenen Jahres abgeschlossen sein. Weil die Telekom nicht genügend Tiefbauunternehmen fand, die die Glasfaserkabel verlegten, korrigierte das Unternehmen seinen Zeitplan.

Der Ausbau sollte dann Ende Januar dieses Jahres abgeschlossen sein. Auch diese Ankündigung hat sich nun als zu optimistisch erwiesen.

Parallel zur Telekom haben inzwischen auch andere Unternehmen wie die Deutsche Glasfaser und Goetel in einzelnen Ortschaften im Landkreis einen eigenen Breitbandausbau mit deutlich schnelleren Glasfaseranschlüssen bis in die Häuser vorgenommen. Voraussetzung dafür war, dass sich in den Dörfern jeweils genügend Interessenten gemeldet haben, die einem Anschluss haben wollen. 

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