Zu langer Fußweg sorgt für Unmut

"Die alte 6 war besser" - Senioren kritisieren neue Stadtbuslinie

Aus dieser Richtung kam sonst der Bus: Diese Fahrgäste vermissen seit November die Haltestelle der Linie 6 in der Bürgermeister-Peters-Straße. Foto: Mönkemeyer

Northeim. Durch die jüngste Umstellung des Fahrplans für den Northeimer Stadtbusverkehr fühlen sich einige Anwohner des Northeimer Wieterviertels benachteiligt.

Bis November des vergangenen Jahres nutzten die Anwohner der Hausnummern 9 und 10 an der Sohnreystraße, bei denen es sich hauptsächlich um ältere, zum Teil gehbehinderte Senioren handelt, regelmäßig die Bushaltestelle in der Bürgermeister-Peters-Straße, um mit der Linie 6 die Südstadt zu erreichen.

„Die alte Linie 6 war viel besser“, bringt Elfi Hupe die Auffassung der Mietergemeinschaft auf den Punkt. „Wir kamen von hier aus bequem zur Apotheke an der Eichstätte und ohne Umsteigen ins Medenheim-Centrum. Es ist schade, dass dies nun nicht mehr möglich ist.“ Der viel zu lange Fußweg zu der Bushaltestelle am Corvinianum sei für viele ihrer Nachbarn leider keine Alternative.

Die Mietergemeinschaft bezweifelt, dass die neue Linienführung auf mehr Resonanz unter den Fahrgästen trifft als die alte und hofft jetzt darauf, dass alles rückgängig gemacht wird.

„Wir wollten mit der Umstellung eigentlich eine stärkere Einbeziehung der Oststadt erreichen und dort das Angebot erweitern“, sagte Horst Weihrauch, Geschäftsführer der Weihrauch-Uhlendorff GmbH auf HNA-Anfrage. Die Kritik an der Umstellung der Linie 6 sei bereits bekannt.

Da sich außerdem die Fahrgastzahlen nicht so entwickelt hätten, wie man das eigentlich erwartet habe, gebe es bereits konkrete Planungen, um zur alten Linienführung der Linie 6 zurückkehren. Derzeit führt sie unter anderem über die neuen Haltestellen Maistieg und Am Waldrand zur Wieterallee.

Laut Weihrauch ist das aber erst zum nächsten Fahrplanwechsel möglich. Im Hinblick auf die bevorstehende Sanierung der Northeimer Bahnbrücken und der dafür nötigen dreijährigen Sperrung der Northeimer Bahnunterführung wird das aber erst im Herbst der Fall sein. Insofern müssten sich die Anwohner der Sohnreystraße noch bis Oktober gedulden.

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