Vorbereitungen laufen – Betreiber warten auf Erlaubnis

Die Bäder im Landkreis Northeim stehen in den Startlöchern für die neue Saison

Northeimer Bergbad im Sommer 2020
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Die Freibäder im Landkreis stehen in den Startlöchern, doch der Saisonstart wird durch die Niedersächsische Corona-Verordnung verzögert. Das Foto zeigt das Northeimer Bergbad im vergangenen Sommer.

„Wie eine Mannschaft vor einem Wettbewerb warten wir alle auf den Startschuss“, sagt Bernd Cranen von den Stadtwerken Einbeck, die für das Hallen- und Freibad in Einbeck zuständig sind.

Northeim – Ähnlich wie in Einbeck sieht die Situation in Zeiten der Corona-Pandemie auch in den anderen Freibädern im Landkreis Northeim aus.

Im Northeimer Bergbad und im Freibad in Sudheim, die beide von den Stadtwerken Northeim (SWN) betrieben werden, sind die Vorbereitungen für den Saisonstart laut Lars von Minden (SWN) in vollem Gange. Seit Anfang April richten die Mitarbeiter die Bäder her: „Die Arbeiten lassen sich schließlich nicht von heute auf morgen erledigen“, so von Minden.

Auch im Waldschwimmbad Düderode wartet man nur auf die Erlaubnis der Niedersächsischen Landesregierung. „Sobald es grünes Licht gibt, müssen nur noch die Becken befüllt werden“, teilt Jens Meyer, Bürgermeister der Gemeinde Kalefeld, mit. Im Schnitt besuchten innerhalb einer Saison zwischen 20 000 und 30 000 Menschen das Bad. Im vergangenen Jahr seien es unter Einhaltung eines Hygienekonzepts nur 13 000 gewesen.

Start verschiebt sich

Ein solches Hygienekonzept habe im Burgbad Hardegsen im vergangenen Jahr laut Bürgermeister Michael Kaiser gut funktioniert. Das Bad, dessen Öffnung eigentlich für vergangenen Freitag geplant war, sei bereit für den Saisonstart. Dennoch wolle man nicht gleich als erstes Bad öffnen, sondern sich an den anderen Bädern orientieren, um einen Ansturm zu vermeiden. In den besten Jahren seien etwa 36 000 Badegäste nach Hardegsen gekommen – 2020 seien es nur 14 300 gewesen.

Das Freibad Bodenfelde wäre normalerweise jetzt schon geöffnet, so Bürgermeister Mirko von Pietrowski. Momentan halte er den Saisonstart erst Ende Juni für realistisch. Mit dem Befüllen der Becken wolle man warten, bis die Landesregierung die Öffnung erlaubt.

Für das Moringer Flaakebad rechnet Bürgermeisterin Heike Müller-Otte frühestens mit einer Öffnung Ende Mai.

Wegen der Baustelle an der Bundesstraße 241 bleibt das Freibad Volpriehausen laut Ortsbürgermeister Gerd Kimpel in diesem Jahr übrigens geschlossen. (Lea-Sophie Mollus)

Stufenplan macht Hoffnung auf Öffnungen

Nach wie vor unterliegen Schwimm- und Spaßbäder dem Betriebsverbot nach Paragraf 10 der Niedersächsischen Corona-Verordnung. Der kürzlich eingeführte Stufenplan sieht bei einer sich beruhigenden Pandemie-Lage jedoch Lockerungen mit dem Ausblick auf Öffnungen mit Hygiene- und Testkonzept für Ende Mai vor – unter Vorbehalt und mit der Voraussetzung eines stabilen Inzidenzwertes unter 100.

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