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Sanierung des Northeimer Kreishauses: die Kalkulation wackelt

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Von: Olaf Weiss

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Ultraleichtflug Kreishaus Northeim
Das Northeimer Kreishaus soll energetisch saniert werden. © Hubert Jelinek

Der Zeitplan und die Kostenkalkulation für die Sanierung des Northeimer Kreishauses wackeln. Die Gründe: Mehrkosten und Materialknappheit.

Northeim - Wie in der Sitzung des Kreistagsausschusses für Bauen und Verkehr am Mittwoch bekannt wurde, sind in laufenden Ausschreibungsverfahren zum Teil keine Angebote abgegeben worden.

Das ist nach den Worten des Fachbereichsleiters in der Kreisverwaltung, Michael Mocha, eine Folge der aktuellen wirtschaftlichen Marktlage, der Materialknappheit und der Preissteigerungen. Für den Bauzeitenplan der Arbeiten im Kreishaus gebe es deshalb keine Gewähr.

Beendet werden laut seines Sachstandsberichts im November die im April begonnenen Sanierungen des Hauptversorgungsschachts. Bereits abgeschlossen ist die WC-Sanierung im Kreishaus-Anbau. Die Sanierung der Toiletten im Hauptgebäude soll nach Beendigung der Hauptschachtsanierung beginnen. Die Sanierung der an einer Abwasserleitung hängenden Damen-WCs in allen Stockwerken soll ein Jahr dauern, dann folgen die Herrentoiletten.

Geplant ist zudem, im März mit der Sanierung des seit nach einem Wasserschaden und dem Ausfall der Klima- und Lüftungsanlage im Sommer 2019 gesperrten Sitzungssaals zu beginnen. Einige Arbeiten seien bereits vergeben worden. Vorgesehen ist, dass der Sitzungssaal, der künftig barrierefrei erreichbar sein soll, im September wieder nutzbar ist.

Zurzeit muss der Kreistag seine Sitzungen in Ausweichquartieren abhalten, beispielsweise in der Northeimer Stadthalle oder in der Northeimer BBS-Sporthalle. Zu den Arbeiten gehört auch die Brandschutzsanierung. Größter Posten dabei ist die Sanierung der Elektrik. Wegen der extremen Preissteigerungen in diesem Bereich findet nach Mochas Worten derzeit eine Umplanung statt. Angestrebt werde, die Ausschreibung in mehrere Bauabschnitte aufzuteilen, sodass jeweils für das aktuelle Jahr nur ein Auftrag erteilt werden müsse.

Die nun wohl nicht mehr zu haltende Kostenkalkulation für diese Arbeiten, die – so der bisherige Zeitplan – im Frühjahr 2025 abgeschlossen sein sollen, beträgt 5,6 Millionen Euro.

Im Anschluss soll die Fassaden- und Fenstersanierung des 1975 fertiggestellten Kreishauses folgen. Dafür waren die Kosten im Jahr 2019 auf 15 Millionen Euro geschätzt worden. Angesichts der Kostensteigerungen seitdem, werden sie aber sicherlich deutlich höher ausfallen. (ows)

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