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Spektakulärer Kunstraub Thema im Northeimer Jahrbuch 2022

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Von: Olaf Weiss

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Werben fürs Northeimer Jahrbuch: Stefan Teuber, Eckehard Just und Simon Hartmann.
Werben fürs Northeimer Jahrbuch: Stefan Teuber, Ekkehard Just und Simon Hartmann. © Olaf Weiss

1992 wurde ein Kunstraub mit Werken von Lucas Cranach dem Älteren in Northeim beendet.

Northeim – Das Northeimer Zugunglück vor 30 Jahren hat sich tief ins Bewusstsein der Stadt gebrannt. Ein anderes spektakuläres Ereignis, das sich fast zeitgleich in Northeim ereignete und für bundesweite Schlagzeilen sorgte, ist hingegen vergessen. Das jetzt vorgestellte Northeimer Jahrbuch 2022 bringt es wieder an die Öffentlichkeit.

Ein Kunstraub fand am 2. November 1992 am Northeimer Mühlenanger sein Ende. Dort wurden acht Gemälde aus der Werkstatt von Lucas Cranach dem Älteren (1472 – 1553) aus dem Kofferraum eines Autos sichergestellt, darunter das Bild „Martin Luther als Junker Jörg“ – geschätzter Gesamtwert der Bilder damals 63 Millionen D-Mark (31,5 Millionen Euro). Vier Personen wurden festgenommen. Im Jahrbuch beschreibt Markus Jaeger den Polizeieinsatz in aller Ausführlichkeit.

Den Kunstraub drei Wochen zuvor aus dem Schlossmuseum Weimar konnte dem Quartett allerdings nicht nachgewiesen werden. So wurden sie hinterher nur wegen Hehlerei zu Haftstrafen von vier Monaten bis zu zwei Jahren verurteilt.

Weitere Themen des Jahrbuchs sind unter anderem der Bau der Stadtmauer, die archäologischen Grabungen in der St. Sixti-Kirche und die Geschichte der Chorfenster in der Bühler St. Oswaldi-Kirche. Außerdem gibt es Beiträge zum Vertriebenendenkmal auf dem Weinberg, der Hindenburgstraße und zu den archäologischen Grabungen Am Martinsgraben.

Das Gemälde „Martin Luther als Junker“ war eins der in Northeim sichergestellten Bilder. Archi
Das Gemälde „Martin Luther als Junker“ war eins der in Northeim sichergestellten Bilder. (Archivfoto) © Burzik

Das erste Exemplar des Jahrbuchs erhielt – wie immer – der Bürgermeister. Simon Hartmann dankte Ekkehard Just, der wieder die Redaktion des Buches innehatte, den übrigen Autoren und dem Vorsitzenden des Heimat- und Museumsvereins, Stefan Teuber. Der Verein ist Herausgeber des Buches. „Für die Stadtverwaltung und mich ganz persönlich sind die Jahrbücher wichtige Nachschlagewerke“, so Hartmann. Zu vielen Themen gehe sein erster Blick in die Jahrbücher, um zu sehen, was es dazu schon mal gab.

Das Northeimer Jahrbuch ist für zehn Euro in den Buchhandlungen Grimpe und Papierus, im Heimatmuseum und im Stadtarchiv in Northeim erhältlich. (Olaf Weiss)

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