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Die Northeimer Tafel ist umgezogen

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Von: Axel Gödecke

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Umzug ist perfekt: Hier nur einige der Helfer, die mit anpackten: Von links Betriebsleiter Karsten Kaune, Saeed Haji Shammo, Vize-Vorsitzende Silke Wolter, Elena Gawriliek, Ahlam Faour und Elisabeth Happel.
Umzug der Northeimer Tafel ist perfekt: Hier nur einige der Helfer, die mit anpackten: Von links Betriebsleiter Karsten Kaune, Saeed Haji Shammo, Vize-Vorsitzende Silke Wolter, Elena Gawriliek, Ahlam Faour und Elisabeth Happel. © Hubert Jelinek

Seit einem halben Jahr liefen die Vorbereitungen für den Umzug, jetzt ist er vollbracht: Die Northeimer Tafel hat ein neues Domizil an der Rückingsallee 16 im Erdgeschoss des Hotels „Zum Rücking“.

Northeim - Damit hat der Tafelverein als Träger der Einrichtung für seine Kunden und Mitarbeiter, aber auch für die rund 80 ehrenamtlichen Helfer, ein Domizil geschaffen, das mit seinen 240 Quadratmetern deutlich mehr Platz bietet.

Gleichzeitig konnte mit dem Umzug auch ein Schlussstrich unter die beengte Verkehrssituation am alten Standort am Rückingsanger gezogen werden, berichtet Silke Wolter, 2. Vorsitzende des Tafelvereins. Dies sei angesichts der in diesem Jahr wegen der Geflüchteten aus der Ukraine verdoppelten Kundenzahlen auch dringend nötig gewesen.

Laut Betriebsleiter Karsten Kaune finden sich zu den normalen Öffnungszeiten dienstags und donnerstags von 14 bis 16 Uhr derzeit jedes Mal rund 180 Personen ein, um sich mit preiswerten Lebensmitteln, die der Verein von Supermärkten gespendet bekommt und die er selbst abholt, zu versorgen. Vor dem Ukrainekrieg waren es an Ausgabetagen um die 90 Personen.

Die Gesamtzahl der bei der Northeimer Tafel registrierten Kunden einschließlich der Filiale in Nörten sei damit auf über 1200 gestiegen. Mit dem neuen Ladenlokal an der Rückingsallee habe man nun auch mehr Parkraum vor der Tür, mehr Platz zum Manövrieren und Sortieren der Ware im Laden und bessere Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter.

Zudem konnten die beiden Kühlhäuser mit in die Tafel integriert werden. Die befanden sich vorher in einem Außenlager am Schlachthausweg, das geräumt werden musste, weil das Gebäude abgerissen werden soll.

Allein der Umzug der beiden Kühleinheiten habe mit 15 000 Euro Kosten zu Buche geschlagen.

Für den Umzug und die umfangreichen Umbauarbeiten im neuen Ladenlokal an der Rückingsallee musste der Tafelverein laut Keune trotz vieler Eigenleistungen 35 000 Euro aus angesparten Eigenmitteln aufbringen, die allerdings damit jetzt fast erschöpft seien. Weitere Spenden für den Verein, der sich fast ausschließlich darüber finanziert, seien daher willkommen, so Wolter.

Das gelte übrigens auch für Lebensmittel, denn die von den Händlern gespendeten Waren seien knapper geworden, die Kundenzahlen aber regelrecht explodiert.

Das ist die Northeimer Tafel

Die Tafel in Northeim mit Filiale in Nörten-Hardenberg wird vom 100 Mitglieder starken Tafelverein getragen. Neben zwei hauptamtlichen Mitarbeitern gibt es 80 ehrenamtliche Helfer, weitere (auch fürs Büro) werden dringend gesucht.

Als bedürftige Kunden registriert sind 1200 Bedarfsgemeinschaften. Geöffnet: dienstags und donnerstags 14-16 Uhr, mittwochs (Frauentag) 10-12 Uhr, samstags 18-18.30 Uhr (Backwaren), Nörten: donnerstags 10-12 Uhr. Kontakt: Tel. 05551/58 98 94 9.  (Axel Gödecke)

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