Filme schon 112 000-mal abgerufen

Kreis-Jugendfeuerwehr Northeim hält mit Videos Kontakt

Mit Videos gegen Coronafrust: Vize-Kreisjugendfeuerwehrwart Konstantin Mennecke und Kreisjugendfeuerwehrwart Florian Peters (rechts) bei einem Video-Dreh im Schulungszentrum der Kreisfeuerwehr.
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Mit Videos gegen Coronafrust: Vize-Kreisjugendfeuerwehrwart Konstantin Mennecke und Kreisjugendfeuerwehrwart Florian Peters (rechts) bei einem Video-Dreh im Schulungszentrum der Kreisfeuerwehr in Northeim.

Die Verantwortlichen der Kreis- und der Kreisjugendfeuerwehr Northeim wollen im Corona-Lockdown den Kontakt zu ihrem Nachwuchs nicht abreißen lassen. Sie versuchen es digital und das mit großem Erfolg.

Landkreis Northeim - „Bereits seit Anfang März produzieren wir unter dem Titel Status2 eine Webserie, in der wir Fahrzeuge vorstellen, Experimente mit Bezug zur Feuerwehr präsentieren oder in einem Audio-Podcast unsere Kinder und Jugendlichen durch diesen Lockdown begleiten“, sagt Konstantin Mennecke, Projektverantwortlicher und Pressesprecher der Kreisfeuerwehr und Kreisjugendfeuerwehr Northeim.

Und die Digital-Initiative kommt bei den jungen Brandschützern gut an: Bis Mitte Januar wurden die mittlerweile 15 Videos der Reihe auf Facebook, YouTube und Instagram insgesamt über 112 000-mal abgerufen. Mit den Videos und Podcasts wolle man verhindern, dass die Feuerwehren wegen Corona einfach von der Bildfläche verschwinden. „Wir wollen zeigen, dass wir noch da sind und diese Situation gemeinsam meistern“, fährt Mennecke fort. Und Kreisbrandmeister Marco de Klein ergänzt: „Wir kämpfen aktuell nicht nur gegen Feuer oder Unwetter, sondern auch gegen die Sorge, den für unsere Feuerwehren elementaren Nachwuchs dadurch zu verlieren, dass wir aus der Wahrnehmung der Kinder- und Jugendlichen verschwinden.“

Die digitalen Aktivitäten trügen dazu bei, im Gespräch zu bleibe, Kontakt zu halten und die Lust an der Feuerwehrarbeit wach zu halten, betont der Kreisbrandmeister. Und das offenbar mit Erfolg: Gehäufte Austritte wegen des Corona-Stillstands habe es bislang nicht gegeben. Damit sich das nicht ändert, produzieren die Kreisfeuerwehr und Kreisjugendfeuerwehr auch weiterhin Videos.

30.000 Euro in Technik investiert

„Wir haben als Kreisjugendfeuerwehr gemeinsam mit der evangelischen Jugend rund 30 000 Euro in Technik investiert, um den Kindern- und Jugendlichen anspruchsvolle Videos bieten zu können,“ fährt der Pressesprecher fort.

Die aufwachsende Generation sei mit Youtube vertraut, beliebte Youtuber präsentierten fast täglich aufwendige Produktionen. Das steigere den Anspruch der jungen Menschen. Und diesem wolle man mit den eigenen Produktionen auch gerecht werden.

Distanz, wie sie jetzt im Corona-Lockdown besonders gefordert sei, passe grundsätzlich überhaupt nicht zur Feuerwehr. „Deswegen laden wir alle Interessierten zwischen 6 und 67 Jahren ein, nach der Corona-Pandemie Veranstaltungen der Feuerwehren zu besuchen, Schnupper-Dienste zu absolvieren und aktives Mitglied einer starken Gemeinschaft zu werden“, appelliert Kreisbrandmeister Marko de Klein abschließend.

Solange das noch nicht geht, sei die Feuerwehr im Internet für ihre Mitglieder, aber auch für alle anderen Interessierten da.

Die Kreisjugendfeuerwehr, die bei ihren digitalen Projekten mit der evangelischen Jugend Leine-Solling kooperiert, sucht Unterstützer, die sich mit Spenden am Projekt „Status2“ beteiligen.

Informationen dazu gibt es beim stellvertretenden Kreisjugendfeuerwehrwart Konstantin Mennecke unter der Telefonnummer 0174/17 78 59 4 oder auch per E-Mail an redaktion@kfv-northeim.de.

(Axel Gödecke)

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