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Brandschützer in 82-Seelen-Dorf sollen Gerätehaus bekommen

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Von: Axel Gödecke

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Blick in den Scheunenanbau, den die Feuerwehr Berwartshausen als Gerätehaus nutzt.
Hier ist es eng: Im jetzigen Feuerwehrgerätehaus in Berwartshausen, das in einem Scheunenanbau untergebracht ist, hat einmal gerade das kleine Fahrzeug der Ortswehr Platz. Ein Neubau wird seit Jahren gewünscht. © Hubert Jelinek

Der Neubau eines Feuerwehrhauses für die Ortsfeuerwehr Berwartshausen soll nun doch in Angriff genommen werden. Auch der Kauf eines neuen Löschfahrzeugs. Das jedenfalls schlägt die Stadtverwaltung den Northeimer Ratsgremien vor. Grund ist eine entsprechende Empfehlung des Feuerwehr-Stadtkommandos.

Berwartshausen – Im Vorfeld der Verabschiedung des Stadthaushalts 2022 durch den Stadtrat hatte es Diskussionen über die Notwendigkeit eines neuen Gebäudes für die Ortswehr der mit 82 Einwohnern kleinsten Northeimer Ortschaft gegeben. Man war übereingekommen, die Entscheidung zu vertagen und das Votum der Stadtfeuerwehr abzuwarten.

Das liegt nun offenbar vor mit der Empfehlung, den Neubau als Ersatz für das in einem Schuppen untergebrachte und nicht mehr den Sicherheitsanforderungen entsprechende Berwartshäuser Gerätehaus anzugehen.

Laut Stadtbrandmeister Bernard Krzepina hat sich das Stadtkommando mehrheitlich für einen Neubau in Berwartshausen ausgesprochen. Dieser sollte gleich nach dem für dieses Jahr vorgesehenen Neubau des Hohnstedter Feuerwehrhauses in Angriff genommen werden.

Bernard Krzepina
Stadtbrandmeister Bernard Krzepina. © Roland Schrader

Die aktuell gesperrten Mittel für Berwartshausen von insgesamt rund 1.2 Millionen Euro sollen laut Planung der Stadt auf drei Jahre aufgeteilt werden, und zwar mit 50 000 für dieses Jahr, 500 000 Euro für 2023 und 630 000 Euro für 2024. Somit könnten die Ausschreibungen für den Neubau sowie die Beschaffung eines neuen Fahrzeugs noch 2022 erfolgen. Die Stadt rechnet allerdings mit starken Kostensteigerungen und will eine neue Kostenermittlung vornehmen.

Im Vorfeld seiner Entscheidung habe das Stadtkommando die Dienstfähigkeit der Berwartshäuser Ortsfeuerwehr geprüft und dabei sowohl die seit 2018 geleisteten Dienste als auch die Dienstbeteiligung kontrolliert. Danach gebe es keinen Anlass an der Dienstfähigkeit der Wehr zu zweifeln. Sie sei mit 23 Aktiven einsatzbereit und erfülle die personellen Voraussetzungen für eine Ortsfeuerwehr mit Grundausstattung, so Krzepina. (Axel Gödecke)

Abschließend entscheidet der Stadtrat

Als nächstes Gremium wird sich der städtische Ratsausschuss für Feuerwehr und Sicherheit mit den Investitionen für Berwartshausen beschäftigen. Das Gremium tagt öffentlich am Dienstag, 20. Juni, ab 18.30 Uhr im Rathaus. Der Stadtrat soll am 7. Juli abschließend entscheiden. Der Rat hatte sich noch im Dezember 2021 mit 21:13 Stimmen wegen genereller Bedenken zur Zukunft der Ortswehr gegen die Bereitstellung der Mittel für Berwartshausen im Etat ausgesprochen.  (goe)

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