Grundschul-Außensstelle soll vielleicht fortgeführt werden

Edesheim: Doch noch Gnadenfrist für die Schule

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Nur noch Außenstelle: Seit 2013 ist die Grundschule Edesheim (Bild) wegen zu geringer Schülerzahlen keine selbstständige Grundschule mehr, sondern eine Außenstelle der Northeimer Grundschule Am Sultmer.

Edesheim. Die vor der Schließung stehende Grundschule Edesheim als Außenstelle der Northeimer Schule am Sultmer erhält möglicherweise doch noch eine Gnadenfrist für ein weiteres Jahr.

Die Stadt Northeim will doch noch die vor einem Jahr am Standort Edesheim neu etablierte „jahrgangsgemischte Eingangsstufe“ auslaufend in Edesheim weiterführen.

Noch im Dezember vorigen Jahres hatte der Northeimer Stadtrat einen Antrag der Freien Unabhängigen Liste (FUL) abgelehnt, der vorsah, den Modellversuch Eingangsstufe in Edesheim fortzuführen. Das bedeutete, dass das Aus des Schulstandortes Edesheim zur Jahresmitte 2015 besiegelt war, denn in Edesheim wird seit drei Jahren die erforderliche Schülerzahl von 50 Kindern nicht mehr erreicht. Derzeit wird die Schule von 37 Kindern besucht.

Das Konzept, das erst mit Beginn des noch laufenden Schuljahres eingeführt wurde, sieht vor, dass Mädchen und Jungen zwei Jahre lang die Eingangsstufe besuchen. Lernstarke Kinder können bereits nach einem Jahr in den dritten Schuljahrgang wechseln. Kinder, die mehr Zeit zum Lernen benötigen, bleiben drei Jahre in der Eingangsstufe.

Keine Fortführung andernorts 

Im Northeimer Rat wurden damals Stimmen laut, dass die Eingangsstufe auch an der Sultmerschule fortgesetzt werden könne. Dies hatte Schulleiter Friedrich Schönhütte jedoch anschließend abgelehnt. Begründung: Die Gesamtschülerzahl - derzeit werden in Edesheim in der Eingangsstufe 15 Zweitklässler und vier Erstklässler unterrichtet - lasse eine Fortführung einer Kombiklasse an der großen Sultmerschule nicht zu. Außerdem gebe es unterschiedliche pädagogische Konzepte.

Schönhütte hatte dafür plädiert, die Schließung der Edesheimer Schule bis zum Beginn des Schuljahres 2016/17 zu verschieben. „Dann könnten wir wenigstens den Versuch richtig beenden und nach einer Auswertung der gesammelten Erfahrungen darüber entscheiden, ob wir auch in Northeim eine Eingangsstufe einführen.“

Dieser Empfehlung will nun die Stadtverwaltung in Absprache mit der Schule und der Elternvertretung folgen. In einer Beschlussvorlage für den städtischen Schulausschuss und den Rat schlägt sie vor, die Eingangsstufe in der Außenstelle Edesheim bis 31. Juli 2016 fortzuführen.

Ausschuss tagt in Stadthalle 

Der Schulausschuss tagt öffentlich am Mittwoch, 4. März, ab 18 Uhr in der Northeimer Stadthalle. Da neben Edesheim auch die Ortschaften Hohnstedt, Hollenstedt und Stöckheim zum Einzugsgebiet der Grundschul-Außenstelle Edesheim gehören, werden auch die Ortsräte der vier Dörfer an der Sitzung teilnehmen und zu diesem Tagesordnungspunkt offiziell mit beraten. (goe)

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