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Doch noch Rettung für Northeimer Quellhügel?

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Von: Kathrin Plikat

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Beliebter Treffpunkt: Der Quellhügel auf dem kleinen Marktplatz in der Northeimer Innenstadt. Er soll entfernt werden, um Platz für einen mobilen Spielcontainer zu schaffen. Archi
Beliebter Treffpunkt: Der Quellhügel auf dem kleinen Marktplatz in der Northeimer Innenstadt. © Hubert Jelinek/Archiv

Gibt es doch noch eine Rettung für den Quellhügel in der Northeimer Innenstadt? Der soll einem mobilen Spielcontainer weichen. Derzeit ist ein Bürgerbegehren gegen den Abriss in Vorbereitung.

Northeim – Der Widerstand bei zahlreichen Einwohnern der Stadt Northeim gegen die Einebnung des Quellhügels auf dem kleinen Marktplatz in der Northeimer Fußgängerzone wird immer größer. Aktuell befindet sich nach HNA-Informationen ein Bürgerbegehren gegen den Abriss in Vorbereitung.

Mit einem Bürgerbegehren könnte, wenn genügend Unterschriften zusammenkommen, ein Bürgerentscheid beantragt werden, bei dem die wahlberechtigten Einwohner Northeims den im Juli gefassten Ratsbeschluss zum Abbau des Quellhügels mit einer Stimmenmehrheit aufheben könnten.

Anstelle des Quellhügels soll in dem Bereich zwischen Eiscafé und City-Center ein mobiler Spielcontainer aufgestellt werden (HNA berichtete). Einen entsprechenden Beschluss hatte der Stadtrat im Juli einstimmig gefasst – mit einer Enthaltung von SPD-Ratsherr Berthold Ernst. Seitdem dieser Ratsbeschluss in der Öffentlichkeit bekannt wurde, gibt es in der Northeimer Bevölkerung großes Unverständnis gegen den geplanten Abriss des Quellhügels.

Doch Northeims Bürgermeister Simon Hartmann (SPD) hält weiterhin an dem Vorhaben fest. Er betonte in einer Stellungnahme gegenüber der HNA, dass er vor der Abstimmung im Stadtrat deutlich „auf den Aspekt der Beräumung“ des Quellhügels hingewiesen habe. Den Ratsbeschluss vom Juli habe er mangels anderslautender politischer Beschlüsse nun umzusetzen.

Die Kritik der Northeimerinnen und Northeimer an der Maßnahme nehme die Stadt sehr ernst, betont Hartmann. Er wolle den Kritikern mit einem fortgesetzten Dialog und einer Darstellung des geplanten mobilen Spielplatzes begegnen. „Bevor bauliche Veränderungen beginnen, wird die Öffentlichkeit informiert“, so Hartmann weiter. Aktuell werde im Rathaus die Tiefbaumaßnahme vorbereitet und im Anschluss sollen die Arbeiten ausgeschrieben werden.

In seiner Stellungnahme betont Hartmann, dass der Wunsch nach mehr Spielmöglichkeiten in der Northeimer Innenstadt mehrfach von Eltern artikuliert worden sei. Darum habe sich der Stadtrat für die Bewerbung um die Förderung eines mobilen Spielplatzes entschieden. „Für eine zukunftsfähige und lebendige Innenstadt ist es unabdingbar, neue Nutzungsformen und Angebote zu etablieren“, betont Hartmann. Die Stadt möchte die Angebotsvielfalt ausbauen, um so die Attraktivität der Innenstadt zu steigern und einer zunehmenden Verödung entgegenzuwirken. Zur Erreichung des Ziels – eine deutlich spürbare Belebung der Innenstadt – sei ein Standort für den Spielcontainer in unmittelbarer Nähe zur Fußgängerzone zwingend erforderlich. Und der am besten geeignete Standort sei und bleibe der kleine Marktplatz.

Aktuell werden nach seinen Worten unter Beteiligung des Kinder- und Jugendkulturzentrums Vorschläge erarbeitet, wie ein mobiler Spielplatz aussehen könnte. Hartmann: „Konkret bedeutet dies: Es gibt einen klaren Auftrag, der nun bearbeitet und konzipiert wird.“

Nachdem die Vorschläge erarbeitet wurden, werde er gemeinsam mit den verantwortlichen Bereichen der Stadtverwaltung die ausgewählten Optionen vorstellen und Feedback einholen. Damit werde Interessierten ganz konkret die Möglichkeit geboten, auf die Gestaltung des mobilen Spielplatzes Einfluss zu nehmen.   (kat)

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