1. Startseite
  2. Lokales
  3. Northeim
  4. Northeim

Donnernder Applaus beim Neustart

Erstellt:

Von: Axel Janßen

Kommentare

Hauke Wilp dirigiert die Capella Corviniensis mit einer eigenen Bearbeitung von „Kommt ein Vogel geflogen“.
Hauke Wilp dirigiert die Capella Corviniensis mit einer eigenen Bearbeitung von „Kommt ein Vogel geflogen“. © Axel Janßen

Endlich wieder Musik: Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause präsentierten sich Gruppen und Solisten des Gymnasiums Corvinianum endlich wieder auf der Stadthallenbühne. Die 122. und 123. Musikalischen Abende überzeugten mit hohem Leistungsstand und viel Fröhlichkeit.

Northeim – Dem Publikum aus Verwandten und Freunden der Corvi-Schulfamilie wurde dabei ein breites Spektrum von Swing, Choral- und Streichmusik, Zirkusartistik und unterhaltsamer Klassik geboten. Schulleiter Christoph Dönges wies in seiner Ansprache darauf hin, dass die Pandemie allen Beteiligten nur wenig Zeit zum Üben ließ: „Zwei Abitur-Jahrgänge wurden um ihre Abschlusskonzerte gebracht. Auch dieses Jahr stand lange nicht fest, ob es die Musikalischen Abende 2022 geben würde“.

Umso höher sind die Auftritte zu bewerten, die das Publikum mehrfach zu donnerndem Applaus hinrissen. Nach dem Beginn mit der Corvi-Jazzband mit dem Thema aus „Hawaii Five-0“ wies Dönges auf den Ukraine-Konflikt hin, der natürlich auch in der Schule thematisiert würde. Fünf Schüler nahmen das Thema auf, als sie nach dem Ende ihres Streichquintetts auf der Rückseite ihrer Instrumente das Wort „PEACE“ buchstabierten.

Überzeugte mit Artistik und Fröhlichkeit: Die Zirkus-AG des Northeimer Gymnasiums Corvinianum.
Überzeugte mit Artistik und Fröhlichkeit: Die Zirkus-AG des Northeimer Gymnasiums Corvinianum. © Axel Janßen

Die Vielfalt des Jazz von 1920er-Bigband-Musik bis zu rockigen Klängen bot die Jazz-Band unter Leitung von Thomas Constien. Neben Cab Calloways „Minnie the Moocher“ überraschte das komplexe Medley aus dem Musical „Chicago“ mit unterschiedlichen Facetten. Der Schulchor „Ars Musica Vocalis“ (Leitung: Gregor Wunderlich) berührte das Publikum zutiefst mit dem modernen „Spirit of God“ des in Wien lebenden US-amerikanischen Gospel-Komponisten James E. Moore.

Viel Fröhlichkeit und eine flotte Choreografie gab es beim Auftritt der Zirkus-AG. Unter der Leitung von Marlene Dörnenburg durften die Jüngsten der Schulfamilie zeigen, was sie an Artistik und Jazz-Tanz mit Hits aus dem Musical „Dschungelbuch“ gelernt hatten.

Überraschte am Ende ihres Auftritts mit der Forderung „Peace“ auf der Rückseite der Instrumente: Das Streichquintett des Corvinianums.
Überraschte am Ende ihres Auftritts mit der Forderung „Peace“ auf der Rückseite der Instrumente: Das Streichquintett des Corvinianums. © Axel Janßen

Gesangssolistin Franca Rokohl und Hauke Wilp am Klavier standen als Zwischenmusik auf der Bühne, bevor die Capella Corviniensis das letzte Drittel des Abends bestritt. Nach Aaron Coplands „Fanfare for the Common Man“ nahm Leiter Thomas Constien die verschiedenen Bearbeitungen des Volkslieds „Kommt ein Vogel geflogen“ ins Programm. So erklang die Melodie als Walzer im Stil von Johan Strauß oder bombastisch wie von Guiseppe Verdi bearbeitet. Star des Abends wurde dabei Hauke Wilp, der eine ganz eigene Bearbeitung der Melodie selber dirigierte. Ganz in Violinen schwelgend erhielt das Volkslied eine neue Tiefe und erinnerte an Hollywood-Filme und großes Kino. Zu Recht erhielt der ehemalige Corvinianer stehenden Ovationen.

Ebenso gefeiert wurde Konrad Lange, der als Blechbläser die Bohemian Rhapsody der Rockgruppe Queen für das Orchester arrangiert hatte. Mit einem Medley aus bekannten Film-Melodien endete ein in allen Facetten gelungener Abend. (Axel Janßen)

Auch interessant

Kommentare