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Drei Kommunen helfen der Ukraine

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Von: Axel Gödecke

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Die Hilfsgüter wurden von vielen Helfern in eine Logistikhalle gebracht und zum Weitertransport umsortiert.
Angekommen: Der erste Hilfstransport der Stadt Northeim, gefahren von Michael Wolf und Ernst Kasten, kam gut im polnischen Prudnik an. Die Hilfsgüter wurden von vielen Helfern in eine Logistikhalle gebracht und zum Weitertransport umsortiert. Kleintransporter brachten die Waren bereits nach Nadwirna in der Ukraine. © Michael Wolf

Die Stadt Northeim, in der mittlerweile selbst über 130 geflüchtete Menschen aus der Ukraine gemeldet sind, startet einen weiteren Hilfstransport für die Kriegsopfer in der Ukraine.

Northeim/Katlenburg-Lindau/Kalefeld – Zielort ist wiederum die westukrainische Stadt Nadwirna, die zu Northeims polnischer Partnerstadt Prudnik eine Städtepartnerschaft unterhält. Mit von der Partie bei der erneuten Hilfsaktion sind diesmal aber auch Northeims Nachbarkommunen, Katlenburg-Lindau und Kalefeld, freut sich Northeims Bürgermeister Simon Hartmann. Er und seine beiden Amtskollegen, Uwe Ahrens (Katlenburg-Lindau) und Jens Meyer (Kalefeld) haben eine Kooperation in der Ukraine-Hilfe vereinbart.

Als erster Schritt soll eine weitere, gemeinsame Unterstützungsaktion als Spendentransport in Northeims Partnerstadt organisiert werden. Dieser soll Anfang April nach Prudnik starten. Auch dieses Mal werden der Northeimer SPD-Ratsherr, Michael Wolf, und Fahrlehrer Ernst Kasten, der – wie schon beim ersten Transport – seinen Lastwagen erneut zur Verfügung stellt, den Lkw nach Prudnik fahren.

Die Bereitschaft der Northeimer, die Ukrainer zu unterstützen, sei immens hoch, betonte Hartmann weiter. Bei der ersten Hilfsaktion (HNA berichtete) habe es 123 Unterstützer und Helfer gegeben. Sowohl dafür, als auch allen, die Wohnraum, Sachspenden und Unterstützung im Alltag bei Behördengängen, Übersetzungshilfen und anderen Gelegenheiten angeboten haben gebühre ein großes Dankeschön.

In einer aktuellen Videokonferenz haben sich die Bürgermeister der Partnerstädte Prudnik und Northeim erneut über die aktuelle Lage in Prudnik und der ukrainischen Partnerstadt Nadwirna ausgetauscht. Prudniks Bürgermeister Zawislak stehe im engen Austausch mit dem dortigen Bürgermeister und dem Ratsvorsitzenden.

Auch wenn die Stadt Nadwirna von Angriffen bisher offenbar verschont worden sei, hielten sich dort bereits 1000 Menschen auf, die aus anderen Landesteilen der Ukraine nach Nadwirna geflüchtet sind, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Northeim, der sich auch die Gemeinden Katlenburg-Lindau und Kalefeld anschließen. Aus Prudnik seien bereits wieder drei kleinere Busse in Richtung ukrainischer Grenze gestartet, um die Menschen dort zu versorgen. In Polen seien in den vergangenen zwei Wochen insgesamt rund zwei Millionen ukrainische Flüchtlinge angekommen. Die Northeimer Partnerstadt habe bisher 600 Menschen aufgenommen, berichtet Hartmann. Die Unterbringung erfolge privat sowie in städtischen Einrichtungen und in zwei Jugendherbergen. Hartmann hat gegenüber seinem Prudniker Amtskollegen unterstrichen, dass Northeim weiterhin humanitäre Hilfe leisten werde.

Es bestehe weiterhin sowohl in Prudnik als auch in Nadwirna ein großer Bedarf an Hygieneartikeln, Verbandsmaterial und Lebensmitteln mit längerer Haltbarkeit. Diese sollen nun erneut gesammelt werden – und das nicht nur in Northeim, sondern auch in Katlenburg-Lindau und in Kalefeld.

Eine Anlieferung der benötigen Sachspenden (Hygieneartikel, Verbandsmaterial und Lebensmittel mit längerer Haltbarkeit, auch Schlafsäcke oder Powerbanks) sei in allen drei Gemeinden möglich. Die Spenden sollten bitte in einzelnen Kategorien voneinander getrennt und beschriftet werden. Möglich ist die Angabe in allen drei Kommunen, und zwar wie folgt:

-  in Northeim am Montag, 28. März, von 8 bis 16 Uhr und am Dienstag, 29. März, von 8 bis 16 Uhr auf dem Gelände der Technischen Dienste der Stadt Northeim, Galgenbergsweg 9;

-  in Katlenburg-Lindau am Montag, 28. März, und Dienstag, 29. März, von 16 bis 18 Uhr an der Gemeindeverwaltung in Katlenburg und

-  in Kalefeld dezentral, und zwar in Willershausen am heutigen Samstag sowie am Sonntag, 27. März, und Montag, 28. März, in der Auetalhalle, in Sebexen nur heute von 9 bis 12 Uhr in der Alten Schule und in Kalefeld am heutigen Samstag von 10 bis 13 Uhr im evangelischen. Gemeindehaus.

Die Stadt Prudnik hat zudem ein Spendenkonto für die Integration und Unterstützung der Flüchtlinge vor Ort und in Nadwirna eingerichtet. Wer in dieser Form helfen möchte, kann sich dazu auf der Internetseite der Stadt Northeim unter northeim.de informieren. (Axel Gödecke)

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