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Dürre sorgt für hohe Brandgefahr im Landkreis Northeim

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Von: Rosemarie Gerhardy

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Jan-Eric Loy aus der Feuerwehrbereitschaft 1 bei der Überprüfung des Materials zur Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung.
Jan-Eric Loy aus der Feuerwehrbereitschaft 1 bei der Überprüfung des Materials zur Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung. © Konstantin Mennecke/Kreisfeuerwehr

Die weiter anhaltende Trockenheit, hohe Temperaturen und verhältnismäßig starker Wind erhöhen die Gefahr von Wald- und Vegetationsbränden in der Region massiv. „Bei der aktuellen Lage ist es wichtig, dass alle Bürger besonders aufmerksam sind und mithelfen, Brände zu verhindern“, betont Kreisbrandmeister Marko de Klein.

Mit Temperaturen von deutlich über 30 Grad und weiterhin Böen bis Windstärke 6 sehe es erst mal nach bestem Sommerwetter aus. „Als Feuerwehr macht uns die anhaltende Dürre, die in den vergangenen Wochen bereits zahlreiche Wald- und Flächenbrände begünstigt hat, Sorgen“, so der Kreisbrandmeister.

Landkreis Northeim – Im Landkreis Northeim gelte aktuell ein Grasland-Feuerindex der Stufe 4 von 5. „Das bedeutet, dass eine rücksichtslos aus dem Autofenster geworfene Zigarettenkippe nicht nur einen Böschung-, sondern direkt einen größeren Flächenbrand verursachen kann“, so de Klein. Nicht viel besser sieht es mit Blick auf die Situation in Wäldern aus. Hier herrscht im Kreis Northeim die Gefahrenstufe 3 von 5 – Rauchen, Feuer und Grillen ist verboten.

Der Landkreis Northeim rät mit seiner Kreisfeuerwehr, mögliche Brände umgehend über den Notruf 112 zu melden. Der eigene Standort kann über unsere App BIWAPP bestimmt werden. Noch genauer geht das mit der App ‚What3Words’. Hier ist der Erdball in dreimal drei Meter große Quadrate eingeteilt und mit eindeutigen Namen versehen. So habe der Eingang zum Kreishaus in Northeim zum Beispiel den eindeutigen Namen „erstens.woher.duden“. „Mit dieser Drei-Word-Adresse kann unsere Einsatzleitstelle das vom Anrufer gemeldete Feuer konkret lokalisieren“, erklärt Kreisbrandmeister Marko de Klein. „Je früher und je genauer ein Feuer gemeldet wird, desto größer sind die Chancen, es rechtzeitig einzudämmen.“

Land- und Forstwirten rät die Kreisfeuerwehr, Löschmöglichkeiten wie Feuerlöscher mitzuführen. Größere oder abgelegenere Arbeitsbereiche sollten bei Feldarbeit von einem Grubber begleitet werden, um im Brandfall schnell einen Schutzstreifen errichten zu können. Zudem müssen Zufahrten zu Waldgebieten immer freigehalten werden. „Auch wenn wir uns wiederholen: Arbeiten mit Gasflammgeräten zur Unkrautentfernung führen auch in diesen Tagen immer wieder zu Feuerwehreinsätzen, die nicht nur ganze Hecken zerstören, sondern auch Gebäude schwer beschädigen können“, mahnt der Kreisbrandmeister.

Die Kreisfeuerwehr und alle Feuerwehren im Landkreis Northeim sind auf diese Gefahrenlage vorbereitet. „Als Landkreis halten wir unsere Waldbrandkomponente, ein speziell ausgerüsteter Anhänger mit Schläuchen, Strahlrohren, Löschrucksäcken und Werkzeug für die Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung vor“, sagt de Klein.

In den Städten und Gemeinden habe man zudem seit Jahren bei Fahrzeugneubeschaffungen auf Feuerwehrautos mit integriertem Wassertank gesetzt.

Auch die Kreisfeuerwehr hält mit ihrem Tanklöschfahrzeug 5000 Liter Wasser vor. Ebenfalls auf die Lage eingestellt ist auch das Technische Hilfswerk.  (rom)

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