Situation kann bis Schuljahresende überbrückt werden

Durch Gerichtsurteil: Drei Lehrer fehlen am Northeimer Corvinianum

Das tat weh: Kultusministerin Frauke Heiligenstadt hat sich für die von ihr verordnete Mehrstunde für Gymnasiallehrer eine Ohrfeige vom Oberverwaltungsgericht eingefangen. Karikatur: Mönkemeyer

Northeim. Das weitere Vorgehen der Landesregierung in Sachen Arbeitszeit für Lehrer wird nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg mit großer Spannung am Corvinianum erwartet.

Die Entscheidung des Gerichts, dass die von der rot-grünen Landesregierung eingeführte zusätzliche Stunde unwirksam sei, habe die Auffassung der Kolleginnen und Kollegen bestätigt, dass diese zusätzliche Belastung unrechtmäßig gewesen sei, sagt Schulleiter Christoph Dönges auf HNA-Anfrage. „Jetzt wäre es sehr anständig von der Landesregierung zu sagen: Okay, wir haben uns geirrt und wir möchten uns entschuldigen.“

Christoph Dönges

Mit dem Wegfall der zusätzlich verordneten Stunden fehlten jetzt allerdings drei Lehrkräfte am Corvinianum, schildert Dönges die aktuelle Situation am Northeimer Gymnasium.

Er geht davon aus, dass man dies bis zum Ende des Schuljahres überbrücken könnte.

Dass man aber zum Beginn des neuen Schuljahres diese drei fehlenden Lehrer einstellen kann, hält der Corvi-Schulleiter allerdings für sehr unwahrscheinlich. „Ich fürchte, momentan gibt es keine geeigneten Lehrkräfte auf dem Markt.“

Zur Lösung des Problems könnte sich Dönges vorstellen, an seiner Schule einige Lehrkräfte zu finden, die auf freiwilliger Basis bereit wären, vorübergehend mehr Stunden zu unterrichten, um die Lücke im Stundenplan schließen zu können. „Dafür muss es dann aber natürlich einen Ausgleich geben, ebenso wie für die bereits seit dem 1. August des vergangenen Jahres geleisteten Mehrstunden aller Kolleginnen und Kollegen.“

Einfachste Lösung

Schulleiter Dönges hielte es für sinnvoll, dies über das Arbeitszeitenkonto abzuwickeln, was momentan aber nicht möglich sei. „Dieses System haben wir zehn Jahre lang praktiziert. In der momentanen Situation wäre es die einfachste Lösung.“ (nik)

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