Bauherr Tobias Schnabel freut sich auf Eröffnung

Northeim: Neuer Edeka-Markt bringt 50 neue Arbeitsplätze

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Tobias Schnabel in seinem neuen Edeka-Markt in Northeim. 

Northeim. Am Donnerstag öffnet auf dem ehemaligen Krankenhausgelände am Wieter der Supermarkt von Tobias Schnabel. 

„Ich bin körperlich kaputt. Aber meine Stimmung ist phänomenal.“ Der 45-jährige Northeimer Geschäftsmann Tobias Schnabel eröffnet am Donnerstag auf dem ehemaligen Krankenhaus-Gelände in Northeim seinen großen Edeka-Markt. 8,5 Millionen Euro hat er investiert und 50 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. Allerdings in den vergangenen Monaten auch täglich 15 bis 17 Stunden gearbeitet. Doch klagen will der 45-Jährige nicht: „Ich freue mich total.“

In den letzten Tagen vor der Eröffnung wird aber noch an allen Ecken und Kanten kräftig gehämmert, gebohrt, geputzt und geräumt. Die Ware wird in den unzähligen Regalen verteilt, überall wuseln Handwerker und Mitarbeiter herum. Draußen werden die Unterstände für die Einkaufswagen fertiggestellt und die Beleuchtung des beeindruckenden Eingangsbereichs installiert.

Und mittendrin Tobias Schnabel, der für jeden ein freundliches Wort hat, jede der noch unzähligen Fragen ruhig beantwortet. Später, in der Ruhe seines Büros, kann der 45-Jährige aber nicht wirklich entspannen. Ununterbrochen wippt er unter dem Tisch mit den Beinen. Auf was er sich am meisten freut? „Wenn Februar ist und ich Urlaub machen kann“, sagt er mit einem Zwinkern. Februar, weil er weiß, dass in den ersten Wochen mit Sicherheit auch mal etwas schiefgehen wird.

Schon immer habe er den Traum vom eigenen, großen Markt gehabt, sagt Schnabel. Natürlich habe er in der Vergangenheit Angebote erhalten, große Märkte in der Region zu übernehmen: „Aber ich wollte Northeim die Treue halten.“ Als vor fast zehn Jahren zum ersten Mal die Rede davon war, dass das Northeimer Krankenhaus an den Sturmbäumen abgerissen und neugebaut wird, witterte Schnabel seine Chance. Die Idee sei damals gewesen, einen Markt auf dem Krankenhausgelände zu integrieren. Als Helios dann wenig später aber entschied, eine neue Klinik am Sultmer zu errichten, habe er sich mit dem früheren und inzwischen verstorbenen KSN-Chef Hans-Joachim Röwer zusammengesetzt und die Idee von einem Lebensmittelmarkt auf dem ehemaligen Krankenhaus-Gelände entwickelt.

Das jetzige Ergebnis ist für Schnabel genau das, was er wollte: Eine angenehme Atmosphäre – allein am Beleuchtungskonzept haben Lichtdesigner monatelang getüftelt – modernes Design, eine riesige Produktauswahl, die aber „niemanden erschlägt“.

„Oft wurde ich gefragt, ob ich nicht Angst habe, dass die familiäre Atmosphäre, die alle am „kleinen Schnabel“ mögen, im großen Markt verloren geht. Nein, habe ich nicht.“ Denn er sei so stolz auf seine „alten“ und neuen Mitarbeiter, die ihn vor allem in den vergangenen Wochen toll unterstützt haben. „Wir sind ein gutes Team, wie eine große Familie. Und das werden auch die Kunden merken“, ist Schnabel überzeugt. Der „Treffpunkt Schnabel“-Edeka-Markt ist ab Donnerstag bis auf sonntags täglich von 7 bis 21 Uhr geöffnet.

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