Zustimmung für Pläne der Johanniter

Edesheim soll 2018 einen neuen Kindergarten bekommen

Edesheim. Edesheim soll einen neuen Kindergarten bekommen. Das hat der Ortsrat von Edesheim jetzt einstimmig bei zwei Enthaltungen entschieden.

Damit befürwortet der Ortsrat den Vorstoß der Johanniter als zukünftigen Träger des örtlichen Kindergartens, den vorhandenen Komplex aus Kindergarten und Jugendraum abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen. Ortsbürgermeister Peter Mahrt (Wählergemeinschaft) kritisierte in der jüngsten Sitzung des Ortsrats in der früheren Grundschule die vorausgegangene Entscheidung des städtischen Schulausschusses, dass das Votum über den geplanten Neubau des Kindergartens in Edesheim vertagt wurde. „Dadurch verlieren wir zwei Monate Zeit“, sagte er vor rund 30 Zuhörern. Jetzt könne der Stadtrat die Entscheidung erst in seiner Sitzung am 15. Juni und nicht schon am 27. April treffen.

Ziel sei es, den Neubau zum Start des neuen Kindergartenjahres im Sommer 2018 in Betrieb zu nehmen. Geplant sind eine Kindergartengruppe mit 25 und eine Krippengruppe mit 15 Plätzen.

Alte Kita nicht zeitgemäß

Kindergartenleiterin Nicola Lahl stellte sich hinter die Pläne der Johanniter. Sie sagte, der alte Kindergarten entspräche schon seit Jahren nicht mehr den Anforderungen, die heute an zeitgemäße Kindertagesstätten gestellt werden, unter anderem bei den Toiletten. „Die Johanniter wollen etwas vernünftig bauen.“

Bernward Kellner

Die Organisation, so der Northeimer Dienststellenleiter Bernward Kellner, orientieren sich bei ihren Planungen am Neubau einer Kita, den sie in Holzminden errichtet haben und dort betreiben. Sie schätzen die Kosten für den Bau in Edesheim auf rund 700.000 bis 750.000 Euro einschließlich Einrichtung.

Dem Wunsch des Ortsrates, den Neubau um 90 Grad zu drehen, sodass die großen Fensterfronten zur Gartenseite ausgerichtet sind, wollen die Johanniter nachkommen. Dafür müssen sie allerdings auf die Option einer Erweiterungsmöglichkeit verzichten. Die hatten sie ursprünglich vorgesehen, um dort Kinder aus Betrieben und Einrichtungen, wie beispielsweise dem nahe gelegenen Helios-Krankenhaus, zu betreuen.

Keine Rolle spielte bei den Überlegungen des Ortsrates, dass das Grundstück für 23 000 Euro an den Bauherren übertragen werden soll. Im Schulausschuss war daran die Kritik geäußert worden, dass das Areal mehr wert sei.

Signal an Hohnstedt

Durch der Verzicht auf die Erweiterungsmöglichkeit, so Mahrt, gäbe es aber ein Signal an die Nachbarortschaft Hohnstedt, dass Edesheim den Bestand der dortigen Kita nicht gefährden wolle.

Für den Neubau sollen die Johanniter einen Zuschuss in Höhe von 235.000 Euro erhalten. Vorausgesetzt werde dabei, dass das Land Niedersachsen und Landkreis ihrerseits Gelder in dieser Höhe locker machen. Der Betrieb der vorhandenen Kindergartengruppe werde durch eine Übergangslösung in der alten Schule gesichert. Die Johanniter könnten sich dafür unter anderem die Einrichtung eines Fahrdienstes vorstellen. 

Rubriklistenbild: © Niessen

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