Gutachterausschuss hat Grundstücksmarktbericht vorgelegt

Das Eigenheim im Landkreis Northeim bleibt eine gute Geldanlage

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Stellten den Grundstücksmarktbericht vor: Ingo Gerloff (links) und Gerd Trautmann präsentierten das Zahlenwerk.

Northeim. Betongold liegt im Trend: Das Eigenheim bleibt in Südniedersachsen eine lohnende Kapitalanlage. Fast überall in Südniedersachsen steigt weiterhin der Wert der Ein- und Zweifamilienhäuser.

Das geht aus dem aktuellen Marktbericht des Gutachterausschusses für Grundstückswerte hervor, der seine Zahlen für die Landkreise Göttingen und Northeim vorlegte.

Die Immobilien-Experten nahmen erneut als Beispiel ein Einfamilienhaus mit 160 Quadratmetern Wohnfläche und einer Grundstücksfläche von 800 Quadratmetern aus dem Jahr 1970. Auch im Landkreis Northeim ist der Wert dieses Beispielhauses gestiegen. Es kostet in Northeim 190 000 Euro und damit 2,7 Prozent mehr als 2016. In Uslar stieg der Wert um 5,7 Prozent auf 145 000 Euro.

Hier weitere Werte: Göttingen 465 000 Euro (plus 10,7 Prozent), Landwehrhagen 200 000 Euro (plus 25 Prozent) und Hemeln 165 000 Euro (plus 22,2 Prozent). Ganz am Ende der Skala liegt Wieda im Harz. Dort ist das betrachtete Einfamilienhaus für ganze 75 000 Euro (minus 6,25 Prozent) zu haben.

Das Problem: „In den nachgefragten Bereichen gibt es nicht genügend Angebot“, macht Diplom-Ingenieur Ingo Gerloff, Vorsitzender des Gutachterausschusses, deutlich. Die Folge ist, dass insbesondere in Göttingen die Verkäufer die Preise für die Immobilien diktieren können.

Die Uni-Stadt zählt damit neben Hannover sowie Braunschweig und Osnabrück weiter zu den teuersten Städten in Niedersachsen. Der Preisaufschwung in der Uni-Stadt hält übrigens schon seit 2010 an. In den anderen Bereichen setzte der Aufschwung erst deutlich später ein. Gleichzeitig ist im neuen Landkreis Göttingen im Landesvergleich ein besonders niedriges Preisniveau zu finden.

Für den aktuellen Grundstücksmarktbericht für die Landkreise Northeim und Göttingen wurden mehr als 4500 Kaufverträge aus 2017 ausgewertet. 

Bauherren, die ein Grundstück kaufen wollen, müssen in Südniedersachsen insbesondere in der Universitätsstadt Göttingen deutlich tiefer in die Tasche greifen. Das geht aus dem aktuellen Grundstücksmarktbericht 2018 hervor. Hier die aktuellen Quadratmeterpreise für Bauland in guter Lage: • Stadt Göttingen: 400 Euro (plus 5,3 Prozent im Vergleich zu 2016); • Stadt Northeim: 170 Euro (unverändert); • Stadt Hann. Münden: 94 Euro (unverändert); • Landwehrhagen: 75 Euro (plus 4,2 Prozent); • Stadt Uslar: 67 Euro (unverändert). Weiterhin deutlich im Aufwind ist der Preis für Ackerland in Südniedersachsen. Im Landkreis Northeim stieg der Quadratmeter-Preis im Vergleich zu 2016 von 2,00 Euro auf 2,08 Euro. Im Landkreis Göttingen zog der Preis pro Quadratmeter um 13 Cent auf 1,83 Euro im vergangenen Jahr an. 

Auch Eigentumswohnungen wurden von den Experten untersucht: Die Quadratmeterpreise für Wohnungen, die nach 1985 gebaut wurden, sind im Vergleich eher gestiegen. Außerdem betrachteten die Experten den Geldumsatz bei den Immobiliengeschäften: Im Landkreis Northeim ging dieser um neun Prozent auf insgesamt 150 Millionen Euro zurück. In der Stadt Göttingen stieg der Umsatz um drei Prozent auf 636 Millionen Euro. Im Göttinger Kreisgebiet sank der Umsatz um vier Prozent auf 185 Millionen Euro. 

Der Grundstücksmarktbericht ist zum Preis von 90 Euro in den Katasterämtern Göttingen und Northeim erhältlich. (bsc) 

Kontakt: Gutachterausschuss für Grundstückswerte, Danziger Straße 40, 37083 Göttingen, Tel. 0551/5074-301 oder Bahnhofstraße 15, 37154 Northeim, Tel. 05551/965-259.

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