Einzelhandel bereitet sich auf 2G-Regelung vor

Einkaufen mit Bändchen in Northeim

Beine und gefüllte Einkaufstüten
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Symbolbild Einkaufen

Am Samstag gilt im Einzelhandel die 2G-Regel

Northeim – Wenn am Samstag die neue Corona-Verordnung des Landes in Kraft tritt, sollen in der Northeimer Innenstadt auch die für den Besuch des Weihnachtsmarktes ausgegebenen Kontrollbändchen als „Eintrittskarte“ für die Geschäfte gelten. Dies als Ergänzung zu Kontrollen, die die Läden machen müssen. Das hat Tanja Bittner, Geschäftsführerin des Stadtmarketings angekündigt.

„Für den Einzelhandel sind es im Moment keine einfachen Bedingungen, und alle Betriebe sind bemüht, die Regeln umzusetzen, um den Besuchern ein unbeschwertes Einkaufserlebnis zu gewährleisten“, sagt Bittner. Von der Nutzung der Bändchen verspreche man sich einfachere Kontrollen zur Einhaltung der 2G-Regel. „Das größte Problem ist derzeit die Verunsicherung der Menschen, denn inzwischen blickt ja kaum noch einer durch, welche Nachweise in welchen Einrichtungen nötig sind“, betont Bittner. Gerade dem Weihnachtsgeschäft als umsatzstärkste Zeit des Einzelhandels sei das nicht zuträglich.

Tanja Bittner

Insgesamt gebe es großes Unverständnis unter den Einzelhändlern über die unterschiedliche Behandlung von Lebensmittelmärkten und Fachgeschäften hinsichtlich der Regeln, beschreibt Bittner die Stimmungslage in den Geschäften.

„Wir gehen zwar davon aus, dass der weitaus größte Teil unserer Kundschaft die 2G-Regel erfüllt, aber natürlich würden wir lieber, wie bisher allen Menschen Zutritt gewähren“, sagt Michael Böhnert, Leiter des Northeimer Modehauses Magnus. Wie sich das Team dort die Einhaltung der neuen Regeln vorstellt, möchte er aber noch nicht verraten. „Da warten wir erst mal ab, wie die Verordnung detailliert aussieht“, bittet Böhnert um Verständnis.

Dass Restaurants die 2G-Plus-Regelung umgehen können, wenn sie ihre Auslastung auf 70 Prozent begrenzen, sei auch ein Lichtblick für den Einzelhandel, betont Böhnert. „Das gilt auch für Entscheidung, den Weihnachtsmarkt bis zum 23. Dezember laufen zu lassen, denn wenn mehr Menschen in die Innenstadt kommen, ist das gut für den Einzelhandel.“

Ab Samstag haben in Niedersachsen nur noch geimpfte oder genesene Personen Zutritt in Geschäfte des Einzelhandels 2G). Ausgenommen von dieser Regelung sind Lebensmittelgeschäfte, Drogerien und Apotheken. In der Gastronomie und bei körpernahen Dienstleistungen (zum Beispiel Friseure) gilt die 2G-Plus-Regel (also 2G plus Test), wobei aber die Möglichkeit besteht, auf das Testen zu verzichten, wenn die Betreiber ihre Kapazitäten auf 70 Prozent begrenzen. Befreit vom Test sind auch alle Geimpften, die bereits ihre Boosterimpfung erhalten haben. (Niko Mönkemeyer)

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