Platte landete auf Beifahrersitz

Eisplatte von Lastwagen durchschlägt auf A7 Auto-Frontscheibe

Ein Beifahrer hätte bei diesem Unfall schwer verletzt werden können: Auf der A 7 durchschlug die gefrorene Eisplatte von einem Lkw-Auflieger die Frontscheibe eines Autos. Foto: Polizei Göttingen/nh

Northeim. Großes Glück hatte am Montag ein Mercedesfahrer auf der Autobahn 7 zwischen den Anschlussstellen Northeim-Nord und Northeim-West in Höhe der Flutbrücke.

Während der 45-Jährige gegen 10.50 Uhr einen Sattelzug überholte, fiel eine 75 mal 50 Zentimeter große Eisplatte von der Aufliegerplane des Lkw. Die Platte durchschlug die Frontscheibe des Mercedes und landete auf dem Beifahrersitz. Dort saß glücklicherweise niemand. Der am Steuer sitzende Hamburger erlitt nur eine leichte Schnittverletzung an der Hand.

Den 46 Jahre alten Lastwagenfahrer aus dem Landkreis Northeim erwartet jetzt eine Anzeige wegen einer Verkehrsordnungswidrigkeit. Ihm droht ein Bußgeld in Höhe von 120 Euro und ein Punkt in Flensburg.

In diesem Zusammenhang weist die Polizei Verkehrsteilnehmer auf ihre Pflichten im Winter hin. Wasseransammlungen auf Fahrzeug-Planen könnten sich in bis zu zwei Zentner schwere "Eisgeschosse" verwandeln.

"Derjenige, der ein Fahrzeug führt, muss für die Verkehrssicherheit sorgen“, sagt Verkehrssicherheitsberater Jörg Arnecke von der Polizeiinspektion Göttingen. Das ist in Paragraph 23, Absatz 1 der Straßenverkehrsordnung festgeschrieben. "Für die Beseitigung von Eis- und Schneelasten vor Antritt der Fahrt ist grundsätzlich der Lkw-Fahrer verantwortlich", so Arnecke.

Bei einem fahrlässigen Verstoß ist nach dem bundeseinheitlichen Tatbestandskatalog ein Bußgeld in Höhe von 80 Euro sowie ein Punkt vorgesehen. Passiert ein Unfall, droht ein noch höheres Bußgeld.

Und mehr noch: "Im Falle eines verursachten Unfalls kann ein Gericht später die Teil- oder Mitschuld feststellen - mit allen rechtlichen und finanziellen Folgen", sagt Arnecke. (jus)

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