Verwaltungs- und Kontrollaufwand steigt

Elektroschrott-Gesetz könnte für Märkte in Northeim teuer werden

Archivfoto GWA Kreis Unna Werne

Landkreis Northeim. Ausgediente Elektrogeräte müssen die Northeimer derzeit entsorgen oder zur Mülldeponie nach Blankenhagen bringen. Doch das könnte bald ein Ende haben.

Mit dem neuen Elektroschrott-Gesetz, das Ende des Jahres greifen könnte, dürfen Verbraucher ihre Elektro-Altgeräte im Fachmarkt abgeben - vorausgesetzt dieser ist mindestens 400 Quadratmeter groß.

Für den neuen Schrott-Service müssen aber vielleicht auch die Verbraucher zahlen. „Dass zusätzliche Belastungen auf den Landkreis und damit den Gebührenzahler zukommen könnten, ist nicht gänzlich auszuschließen“, bestätigt Kreissprecher Dirk Niemeyer. Er begründet dies mit einem höheren Verwaltungs- und Kontrollaufwand. Das Gesetz verpflichtet nämlich auch die Kommunen zur Neuermittlung und Erhöhung der Sammelquoten. Jeder volle Container Altgeräte, der verwertet wurde, muss dann an eine zentrale Sammelstelle gemeldet werden. „Bisher war eine Jahresmeldung ausreichend“, so Niemeyer. Grundsätzlich begrüße der Landkreis aber das Vorhaben, schließlich stehe das Ziel dahinter, wertvolle Rohstoffe wieder dem Wirtschaftskreislauf zuzuführen.

Ralf Teichert vom Elektro-Fachmarkt expert Teichert in Northeim - einer der wenigen Märkte im Landkreis, den das Gesetz betreffen würde - sieht die neue Regelung kritisch. „Wir können die Geräte ja auch nicht einfach in den Müll werfen.“ Jedoch habe er sich noch nicht ausgiebig mit dem Gesetzesentwurf beschäftigt. „Bis Ende des Jahres ist ja noch Zeit.“

Weil sein Euronics-Markt in Uslar kleiner als 400 Quadratmeter ist, kommt Geschäftsführer Sven Herwig um das neue Gesetz noch einmal herum. Dass dadurch weniger Elektroschrott im Hausmüll landet, glaubt er nicht. „Auch der Gang zum Elektromarkt ist mit Aufwand verbunden, genau wie das Ausfüllen der Sperrmüllkarte.“

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