Kinder treten den Schulweg immer seltener selbstständig an

Elterntaxis in Northeim sorgen für Chaos an den Schulen

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Northeim. Viele Eltern tun sich mit dem „Alleingang“ ihrer Sprösslinge zur Schule schwer. Und bringen den Nachwuchs mit der täglichen Autofahrt dorthin erst Recht in Gefahr.

Die dabei leider nicht selten rücksichtslose Fahrweise der Erwachsenen führt jeden Morgen zu einem Verkehrschaos vor den Grundschulen. Eine Situation, die von den Lehrern skeptisch bewertet wird. „Dieses Problem betrifft nicht nur die Erstklässler, sondern zieht sich bis in die höheren Klassenstufen“, schildert Alexandra Meyer, Schulleiterin der Northeimer Astrid-Lindgren-Grundschule. Dabei sei es durchaus gewünscht, dass die Kinder den Schulweg alleine oder mit Klassenkameraden bewältigen. Das gehöre zum Groß werden dazu.

Regelmäßig würden sich die Eltern gegenseitig vor dem Schulgebäude zuparken, so Meyer. Die Folge: Die Kleinen suchen sich einen Weg hindurch durch die parkenden Autos – und können dabei leicht beim Zurücksetzen und Anfahren übersehen werden.

Nicole Borchert, Vorsitzende des Fördervereins der Astrid-Lindgren-Grundschule und Mitarbeiterin der Martin-Luther-Schule, kann einige der Eltern nicht verstehen. „Muss denn immer erst etwas Schlimmes passieren, damit mal einer aufwacht?“ Sie sei es jedoch mittlerweile Leid, andere Eltern auf ihre fragwürdige Fahrweise und die daraus resultierende Gefahr anzusprechen.

Der Stadt Northeim sei das Problem bekannt, teilt Mitarbeiter Philipp Jedamzik auf HNA-Nachfrage mit. Seitens der Ordnungsverwaltung habe es punktuelle Kontrollen gegeben, besondere Maßnahmen seien jedoch bisher weder von der Straßenverkehrsbehörde noch dem Schulamt in Erwägung gezogen worden.

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