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Northeimer sollen selbst über Zukunft des Quellhügels entscheiden

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Von: Kathrin Plikat

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Der Quellhügel: Er soll nun doch weichen, um für einem Spielcontainer Platz zu schaffen. In den vergangenen Monaten hatten sich viele Stimmen für seinen Erhalt zu Wort gemeldet.
Der Northeimer Quellhügel: Eine frisch gegründete Initiative will, dass die Northeimer selbst über die Zukunft des Quellhügels entscheiden. © Olaf Weiss

In Northeim hat sich eine Initiative zur Rettung des Quellhügels gegründet. Die Initiative strebt einen Bürgerentscheid zur Zukunft des Quellhügels an.

Northeim – Das letzte Wort zur Zukunft des Northeimer Quellhügels ist offensichtlich doch noch nicht gesprochen: Seit dem Beschluss des Northeimer Stadtrats im Dezember, dass der Treffpunkt auf dem „Kleinen Marktplatz“ für den Bau eines sogenannten Spielcontainers weichen soll, hat sich in Northeim die Initiative „Rettet den Quellhügel“ gegründet. Ziel der Initiative ist zunächst ein Bürgerbegehren, berichtet Berthold Ernst, SPD-Ratsherr und einer der Initiatoren.

„Wir sind davon überzeugt, dass wir mit unserem Vorhaben dem Wunsch eines Großteils der Northeimer Bevölkerung entsprechen“, sagt Ernst, der zusammen mit dem früheren SPD-Ratsherr Stefan Krauß und Eckhard Ilsemann, Chef der FDP-Fraktion im Stadtrat, die Initiative ins Leben gerufen hat. Krauß funktioniere dabei als Haupt-Ansprechpartner. Hunderte Northeimer hätten ihn angesprochen und darum gebeten, sich für den Erhalt des Quellhügels stark zu machen, so der SPD-Ratsherr.

Mit einem Bürgerbegehren und dem daraus folgenden Bürgerentscheid hätten die Einwohner Northeims und der Ortschaften die Möglichkeit, so Ernst, die politische Entscheidung, nämlich den Abriss des Quellhügels, rückgängig zu machen. Die Initiative verfolge aber noch ein weiteres Ziel: „Wir möchten, dass dort auch wieder Wasser fließt.“

Am vorigen Wochenende hat die Initiative mit einem formalen Schreiben an Bürgermeister Simon Hartmann ein Bürgerbegehren beantragt. Im Rathaus werde nun geprüft, ob die formalen Voraussetzungen gegeben sind und wie hoch die Kosten eines Bürgerbegehrens sind.

Gibt es das Okay aus dem Rathaus, habe die Initiative sechs Monate Zeit, Unterschriften zu sammeln – und zwar von mindestens zehn Prozent der wahlberechtigten Northeimer, laut Ernst sind das gut 2300. Und: In diesen sechs Monaten dürfe der Quellhügel nicht beseitigt werden.

Reichen die Unterschriften aus, steht als Nächstes der Bürgerentscheid an, bei dem alle Wahlberechtigten, wie bei einer Kommunalwahl, ihr Kreuz für oder gegen den Quellhügel machen können. (kat)

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