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Bauausschuss sendet „ganz starkes Signal“ an den Northeimer Kreistag

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Von: Michael Caspar

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Windkraftanlagen vor blauem Himmel.
Windkraftanlagen (Symbolbild) © Jens Büttner/dpa

Der Kreistag Northeim soll in seiner Sitzung am kommenden Freitag, 17. Juni, auf keinen Fall die Windenergie aus der öffentlichen Auslegung des Regionalen Raumordnungsprogramms herausnehmen. Das hat der Hardegser Ausschuss für Stadtplanung und Bauen einstimmig gefordert.

Die Moratoriumspläne von der SPD sowie der Gruppe CDU, FDP, Die Unabhängigen im Kreis sorgen in Hardegsen für Entsetzen. „Dafür fehlt mir jedes Verständnis“, erklärte der stellvertretende Bürgermeister, Hans-Jürgen Scholz (SPD). Städte und Gemeinden hätten auf Bitten des Kreises, trotz zum Teil bereits erheblicher Vorarbeiten ihre Kompetenzen im Bereich der Regionalen Raumordnung an den Landkreis übertragen. Hardegsen habe dies als eine der ersten Kommunen getan.

Wenn der Landkreis nun die Arbeit nicht in der gesetzlich vorgegebenen Zeit erledige, könnten Investoren an jedem für sie interessanten Standort Bauanträge für Windräder stellen, führte Scholz aus. Damit drohe die „Verspargelung der Landschaft“. Das sei für Hardegsen besonders bitter, da die bisherigen raumordnerischen Planungen das eigentlich „sehr gut“ abwenden würden, fand der Sozialdemokrat. Von einem „ganz starken Signal“ des Ausschusses an den Kreistag sprach Harald Block (Freie Bürger-Liste).

Die Kommunalpolitiker zeigten sich im Übrigen in etlichen Punkten mit dem Plan der Kreisverwaltung unzufrieden. So enthalte der Entwurf keine Angaben zur Erweiterung des Gewerbegebiets zwischen Hardegsen und Hevensen, kritisierte Scholz.

Dabei habe die Stadt den Kreis auf diesen Fehler bereits hingewiesen, betonte Bauamtsleiterin Karin Stutz. Er habe das Gefühl, erklärte Block, dass der Landkreis Hardegsen „abhängen“ wolle.

Verwundert zeigte sich der Vertreter der Freien Bürger-Liste unter anderem darüber, dass das Dorfgemeinschaftshaus in Hevensen trotz der für viel Geld neu gebauten Bühne nicht als Kultureinrichtung ausgewiesen worden ist. Er machte sich zudem für einen Bahnhof oder Bahnhalt in Ertinghausen stark. (Michael Caspar)

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