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Entwicklungshelferin für Northeim

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Von: Niko Mönkemeyer

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Frau an einer Steinkugel auf dem Münsterplatz
In ihrer neuen Funktion möchte Jana-Cathérin Weselmann anpacken und mehr Bewegung in die Northeimer Innenstadt bringen. © NIKO MÖNKEMEYER

Jana-Cathérin Weselmann ist die neue hauptamtliche Innenstadtmanagerin der Stadt Northeim.

Northeim – Wie kann man wieder mehr Leben in die Northeimer Innenstadt bringen? Mit dieser Frage beschäftigt sich Jana-Cathérin Weselmann schon seit 2019. Nachdem sie zunächst als Werksstudentin neben ihrem Studiengang Stadt- und Regionalplanung in der Abteilung Stadtplanung im Northeimer Rathaus tätig war, soll sie ab sofort als Innenstadtmanagerin die bereits aktiven Akteure aus der Bürgerschaft, aus der Politik und aus der Verwaltung bei ihren Bemühungen, die Innenstadt wieder zu beleben, hauptamtlich unterstützen.

„Bislang wurde diese Funktion extern wahrgenommen, aber jetzt soll es dafür in der Stadtverwaltung eine feste Ansprechpartnerin für alle Beteiligten geben, die bei der Entwicklung der City hilft“, beschreibt sie ihre neue Funktion.

Da sie bis zum Ende der Grundschulzeit mit ihren Eltern in Elvese gelebt hat, empfindet die 33-Jährige, die ihr Abitur in Braunschweig gemacht hat, Northeim als ein Stück Heimat. „Insofern ist es für mich eine besonders reizvolle Aufgabe, dafür zu sorgen, dass dort das alltägliche Leben in die Innenstadt zurückkehrt.“

Ihr Interesse für die Stadtplanung habe sie erst auf Umwegen entdeckt, sagt Weselmann, und fügt hinzu: „Aber Umwege erhöhen ja bekanntlich die Ortskenntnis.“ Ursprünglich habe sie ein Medizinstudium angestrebt und vorab zunächst eine Ausbildung als Rettungsassistentin absolviert. Aus gesundheitlichen Gründen habe sie in diesem Bereich aber nicht mehr weiter machen können, sodass sie sich anderweitig orientierte, schließlich Geografie studierte und dabei merkte, dass insbesondere die Stadtgeografie genau das Richtige für sie ist. Nach dem Bachelorstudiengang folgte ein Masterstudium in Stadt- und Regionalplanung, mit dem sie im April fertig sein wird. „Insgesamt schließt sich so der Kreis, denn ab sofort mache ich ja Medizin für die Northeimer Innenstadt“, sagt Weselmann und schmunzelt.

Den wichtigsten Aspekt ihrer Therapie beschreibt sie mit: „Kommunikation ohne Ende.“

Nach ersten Gesprächen mit Hauseigentümern habe sie den Eindruck, dass es in Northeim durchaus viele Menschen gibt, die sich mit unterschiedlichen Ideen für die Innenstadt engagieren möchten. Ihre Aufgabe sei es jetzt, Netzwerke zu knüpfen, um zumindest einige dieser Ideen umzusetzen, und natürlich werde sie viele dicke Bretter bohren müssen.

„Die Wiederbelebung der Innenstadt ist kein Großprojekt, sondern ein Prozess“, macht Weselmann deutlich, dass sie es nicht als ihre Aufgabe sieht, ein all umfassendes Konzept zu erarbeiten, mit dem kurzfristig die Wiederbelebung der Innenstadt gelingen könnte. Vielmehr gehe es darum, mit kleinen, überauschaubaren und vor allem auch schnell umsetzbaren Projekten etwas zu verändern.

„Dabei dürfen wir uns aber nicht nur auf den Handel konzentrieren“, ist Weselmann überzeugt. Sie sieht in den Bereichen Bildung, Kultur und soziale Arbeit weitere Möglichkeiten, mehr Veranstaltungen in die Innenstadt zu holen und eventuell dort sogar neue Einrichtungen zu etablieren.

„Wäre doch toll, wenn die Uni Göttingen bereit wäre, mal in der Northeimer Innenstadt wissenschaftliche Experimente für Kinder anzubieten oder Unternehmen sich hier präsentieren, um Auszubildende und Mitarbeiter zu finden“, nennt sie zwei Beispiele für Ideen. Weselmann ermutigt alle Interessierte, ähnliche Vorschläge zu unterbreiten – und seien sie auch noch so ungewöhnlich. „Blöde Ideen gibt es nicht, wenn man nach was Neuem sucht,“ ist sie überzeugt.

Kontakt: weselmann@northeim.de, Tel. 05551/966-340

(Niko Mönkemeyer)

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