40-Tonner können bald Erbwegbrücke befahren

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Die Brückenbauteile schweben ein: In der vorigen Woche wurde mit den Bauarbeiten begonnen, in den nächsten Tagen soll die neue Brücke dann fertig sein.

Höckelheim. Landwirte müssen bald keine Umwege mehr fahren - die Erbwegbrücke in Höckelheim wird erneuert. In wenigen Tagen ist das Bauwerk fertig.

Seit einigen Tagen sind Bauarbeiter damit beschäftigt, die nicht nur für Landwirte, sondern auch für Erholungssuchende wichtige Brücke an der Angerstraße wieder herzustellen. Viele Landwirte aus Höckelheim und vor allem auch aus Hillerse nutzen die Brücke als wichtige Verbindung, um auf ihre Felder zwischen den beiden Ortschaften zu kommen.

Wegen ihres maroden Zustand war die Brücke aber für den Schwerlastverkehr gesperrt worden, die Landwirte mussten große Umwege in Kauf nehmen. Nur Fahrzeuge mit einem Gewicht von bis zu sechs Tonnen durften die Brücke befahren. Das Bauwerk, das früher der Stadt Northeim gehörte, wurde im vorigen Jahr auf die Feldmarksgenossenschaft Hillerse übertragen, dazu rund 50 Quadratmeter Wegfläche. Hintergrund: Fast die kompletten Ländereien werden von Landwirten aus Hillerse bewirtschaftet.

Stadt hat kein Geld 

Weil die Stadt Northeim als damalige Eigentümerin kein Geld hatte, um die Brücke zu sanieren, sollte ursprünglich der Wasser- und Bodenverband Höckelheim die Brücke übernehmen. Doch diesen Plan hat man laut Höckelheims Ortsbürgermeister Ludwig Binnewies damals verworfen, da der Verband ansonsten keinerlei Brücken oder Wege betreue und eben die Wege und Flächen nach Hillerse gehören.

Die Hillerser Feldmarksgenossen erkärten sich zur Übernahme bereit, erhielten von der Stadt Northeim einmalig eine Pauschale von 50 000 Euro und gaben die Sanierung der Brücke in Auftrag. Laut Wilfried Bethe, Vorsitzender der Feldmarksgenossenschaft Hillerse, soll das Bauwerk in den nächsten Tagen fertig sein. Bethe betont, dass dann Fahrzeuge mit einem Gewicht von bis zu 40 Tonnen die Brücke befahren können. Das war bisher vor allem bei der Rübenernte problematisch, weil die schweren Rübenfahrzeuge große Umwege fahren mussten.

Keine Schranke 

Eine Schranke wird laut Bethe nicht installiert. „Der Weg ist und bleibt öffentlich“, sagt der Vorsitzende der Feldmarksgenossenschaft Hillerse.

Und: Der sogenannte Erbweg, der für Radfahrer und Spaziergänger eine beliebte Verbindung zwischen den beiden Dörfern Hillerse und Höckelheim ist, ist nun ein Teilstück des Leine-Radwegs. Die Schilder wurden laut Bethe bereits aufgestellt.

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