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Erdbeerpreise im Landkreis bleiben stabil

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Von: Jacob von Sass von Sass

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Nele Jünemann arbeitet auf dem Selbstpflücker-Feld
Nele Jünemann arbeitet auf dem Selbstpflücker-Feld von Obstbau Jochen Grote in Katlenburg und erntet die frischen Erdbeeren. © Jakob von Sass

Die Lebensmittelpreise steigen aufgrund erhöhter Energie- und Lohnkosten immer weiter an. Davon sind angeblich auch Erdbeeren betroffen, deren Ernte jetzt beginnt. Doch wie sieht die Realität auf den Feldern in der Region eigentlich aus? Die HNA in Northeim hat sich bei den Erdbeerbauern umgehört.

Landkreis Northeim – Obstbauer Jochen Grote aus Katlenburg bestätigt, dass die gestiegenen Kosten für den Mindestlohn bei der diesjährigen Ernte schon ein großes Thema seien. „Wir wollen allerdings nicht auf diesen Zug aufspringen. Solange der Mindestlohn noch bei zehn Euro liegt, müssen wir die Kosten nicht an unsere Kunden weitergeben“, berichtet Grote.

Insgesamt baut der Katlenburger Landwirt Erdbeeren auf vier Hektar Land an. Anderthalb davon seien für Selbstpflücker, und der Rest für sein Geschäft und die Verkaufsstände im Umland.

Da die Selbstpflücker sowieso nicht von den Lohnkosten betroffen seien, sei der Preis im Vergleich zum Vorjahr auch gleich geblieben. „Auf dem Feld für Selbstpflücker kostet ein Kilogramm Erdbeeren weiterhin vier Euro. An unseren Verkaufsständen verkaufen wir eine Schale mit einem halben Kilogramm dann für 3,90 Euro.“ Er betont, dass auch diese jeden Tag mit erntefrischen Erdbeeren beliefert werden.

Auch Jörge Penk vom Biolandbetrieb Penk aus Großenrode muss in diesem Jahr die Preise seiner Erdbeeren noch nicht anheben. Die gestiegenen Lohn- und Energiekosten wirkten sich bislang nicht auf die Preise seines Produktes aus, sagt er. Im Moment sei sein Betrieb aber auch noch in der Preisfindung für die diesjährige Ernte. Insgesamt baut Penk in seinem Biolandbetrieb auf 200 Quadratmetern Erdbeeren an. Im Vergleich handele es sich bei seinem Hof also um einen kleineren Anbieter der süßen Früchte, betont der Landwirt. Dennoch habe man auch hier in der vorigen Woche mit der Ernte begonnen: „Wir fangen gerade an, die ersten Erdbeeren zu pflücken. Hierbei legen wir vor allem besonderen Wert auf einen guten Geschmack der Ware.“

Seiner Meinung nach sei der Boden in diesem Jahr aber deutlich zu trocken, weshalb die Erdbeeren jetzt vorrangig Wasser benötigen.

Grote gibt dagegen an, zufrieden mit den Witterungsverhältnissen zu sein: „Eigentlich ist es perfekt gelaufen. Anfänglich war es zwar zu trocken, dem konnten wir aber mit der Bewässerung entgegenwirken.“ (Jakob von Sass)

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