Krankmeldungen schnellen in die Höhe – Impfung angeraten

Erkältungswelle ist da – Grippe kommt erst noch

Northeim. Nicht nur der Winter hat Einzug gehalten, auch die Grippewelle hat hierzulande begonnen. Allerdings hat die richtige Grippe den Landkreis Northeim noch nicht erreicht.

Die Grippewelle hat Deutschland erreicht, meldet das Robert-Koch-Institut. Schwerpunkte deutschlandweit sind bislang Bayern und Nordrhein-Westfalen.

Trotzdem sind die Wartezimmer vieler Arztpraxen im Kreis Northeim schon jetzt gut gefüllt mit Menschen, denen Erkältungssymptome schwer zu schaffen machen. „Die Krankmeldungen schnellen in die Höhe“, sagt Dr. Christian Steigertahl, Vorsitzender des Ärztevereins Northeim und Allgemeinarzt. Dabei handelt es sich allerdings um grippale Infekte, die im Volksmund auch als Erkältung bekannt sind. Die werden zwar ebenfalls durch Viren hervorgerufen, die allerdings weniger gefährlich sind als richtige Grippeviren.

Trotzdem, auch die derzeitige Erkältungswelle hat es nach Steigertahls Worten in sich: „Die Leute klagen über massive Kopfschmerzen und extremen Husten.“ Zuhause auskurieren, viel trinken und schmerz- und fiebersenkende Mittel seien hier angebracht.

Die echte Grippe (Influenza) steht allerdings noch vor der Tür, befürchtet der Allgemeinmediziner und rät, sich noch impfen zu lassen. Der Impfschutz trete nach 14 Tagen ein, Zeit genug also, um gegen die richtige Grippe gewappnet zu sein. Die mache sich anders als der grippale Infekt durch starkes Fieber von 40 Grad und mehr bemerkbar.

2016 hatte die Grippe in Niedersachsen stärker zugeschlagen als in den Jahren zuvor, sagt Michael Erdmann, Landes-Pressesprecher der Krankenkasse Barmer. Laut Robert-Koch-Institut hat es 3936 Fälle gegeben, 300 mehr als 2015. Mit 859 Fällen sei die Region Hannover am stärksten betroffen gewesen, in Kreis Northeim hingegen war die Erkrankungszahl mit 62 Fällen eher unterdurchschnittlich. Das könne sich aber schnell ändern, meint Erdmann, denn die Saison fange erst an. Auch er empfiehlt eine Impfung.

Rubriklistenbild: © dpa

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