Ölsperren mit Gesamtlänge von 400 Metern aufgebaut

Hydrauliköl läuft in Northeimer Freizeitsee: Feuerwehr im Großeinsatz

Northeim. Großeinsatz der Feuerwehren am Donnerstag auf dem Northeimer Freizeitsee: Aus einer defekten Schute, einem Schiff ohne eigenen Antrieb, waren 70 Liter Hydrauliköl in den See geflossen und hatten einen großen Ölteppich auf der Oberfläche des beliebten Northeimer Sees verursacht.

Ein Mitarbeiter einer am See ansässigen Firma hatte gegen 7 Uhr die Feuerwehr alarmiert, weil die Schute, die sonst an Drahtseilen über den See gefahren wird, manövrierunfähig in Richtung ders Badestrands trieb.

Sofort löste die Einsatzleitstelle Großalarm für die Feuerwehr aus: Benötigt wurden unter anderem mehrere Ölsperren.

Zuletzt aktualisiert um 18.15 Uhr. 

Daher wurden neben der Northeimer Wehr auch die Feuerwehren aus Hann. Münden und Nörten-Hardenberg alarmiert. Ebenfalls im Einsatz waren die Conti-Werkfeuerwehr, die Umweltfeuerwehr des Landkreises sowie das Technische Hilfswerk (THW) aus Northeim und Einbeck. Auch die Untere Naturschutzbehörde war vor Ort.

Nach Polizeiangaben bauten die Feuerwehrleute mehrere Ölsperren mit einer Gesamtlänge von über 400 Metern auf.

Das Öl-Wasser-Gemisch wurde mit einem Bindemittel abgestreut, die Entsorgung erfolgte durch eine Spezialfirma.

Der Einsatz dauerte bis Donnerstagabend an.

Als Ursache wurde eine gebrochene Leitung an der hydraulischen Ruderanlage der Schute festgestellt. Laut Polizei müsse nun ermittelt werden, ob möglicherweise ein strafrechtliches Verhalten vorliege, Gewässerverunreinigung sei eine Straftat.

Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehren, so die Polizei weiter, habe nach bisherigen Erkenntnissen aber ein größerer Schaden für die Umwelt abgewendet werden können. (kat)

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