Jugendhilfeausschuss

Erziehungslotsen bald kreisweit

Foto: dpa

Northeim. Das Projekt Erziehungslotsen des Caritasverbands in Northeim soll im kommenden Jahr auf das gesamte Kreisgebiet ausgeweitet werden.

Dafür soll die Caritas auf Empfehlung des Kreis-Jugendhilfeausschusses ab 2015 aus dem Kreishaushalt regelmäßig Geld bekommen. Im kommenden Jahr werden dies 12 000 Euro sein, was der Hälfte der Projektkosten entspricht.

Darüber hinaus soll die Maßnahme über die Richtlinie Familienförderung des Niedersächsischen Familienministeriums gefördert werden. In den vergangenen drei Jahren bekam das Erziehungslotsen-Projekt jeweils Geld für die laufende Arbeit von der Kreisjugendstiftung, das soll sich durch die Mitfinanzierung über den Kreisetat nun ändern.

Bei den Erziehungslotsen handelt es sich um ehrenamtlich tätige Menschen mit Lebenserfahrung, die in Familien lebenspraktische Hilfe leisten. Das Angebot können laut Kreisverwaltung Familien nutzen, bei denen eine professionelle sozialpädagogische Familienhilfe noch nicht erforderlich ist, die aber dennoch Unterstützung brauchen. Organisiert vom katholischen Caritasverband Northeim, gibt es die Erziehungslotsen in Teilen des Kreises seit 2011.

Ein weiteres Thema im Jugendhilfeausschuss war ein Tätigkeitsbericht der Einrichtung „Frühe Hilfen“, die vor sechs Jahren auf Initiative des Landkreises beim Kinderschutzbund, Kreisverband Northeim, angesiedelt worden ist. Der Landkreis finanziert diese seitdem jährlich mit 65 000 Euro. Diesen Betrag soll es auch 2015 wieder geben, so der Ausschuss.

Frühe Hilfen 

Die Anlaufstelle „Frühe Hilfen“ bietet Schwangeren und Eltern mit Kindern von 0 bis 3 Jahren Beratung und Unterstützung an, wenn sie sich in ihrer momentanen Lebenssituation verunsichert oder überfordert fühlen.

Gebilligt wurde vom Ausschuss schließlich der Entwurf des Kreishaushalts 2015 im Bereich Jugendhilfe. Der Teilhaushalt sieht Ausgaben von 27,7 Millionen Euro vor und damit 1,7 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.

Neben gestiegenen Personalkosten rechnet der Landkreis laut Sprecher Dirk Niemeyer im Bereich der beratenden Hilfen für junge Menschen mit einem Plus von 350 000 Euro. Dies sei auf längere Hilfezeiträume und gestiegene Fallzahlen zurückzuführen.

Auch für Hilfen zur Erziehung seien 420 000 Euro mehr veranschlagt als 2014. Grund: steigende Fallzahlen und steigende Ausgaben für Pflegegeld und Heimunterbringung. (goe)

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