28 Projekte wurden aus Leader-Programm gefördert 

EU-Geld fließt in den Landkreis Northeim

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Northeim – Der Landkreis Northeim hat in den vergangenen fünf Jahren von Fördermitteln der Europäischen Union (EU) profitiert. 

Allein aus dem Fördertopf Leader flossen über 2,2 Millionen Euro in insgesamt 28 Projekte zwischen Altgandersheim und Angerstein, Bodenfelde und Lindau. Das teilte Landkreis-Pressesprecher Dirk Niemeyer der HNA auf Anfrage mit.

Neben dem Regionalmanagement der Landkreis-Wirtschaftsförderung, die mit 552 .00 Euro die größte Einzelsumme erhielt, gab es unter anderem für folgende Projekte Geld aus dem Leader-Programm:

  • Römerschlachtfeld am Harzhorn: 120.000 Euro für den Rundweg (Gesamtkosten 200 .000 Euro);
  • Internationaler Schulbauernhof in Hevensen: 79 .000 Euro für sein Nachhaltigkeitsprojekt (99. 000 Euro Gesamtkosten);
  • Einbecker Stiftung Kornhaus: 75. 000 Euro für die Lernwerkstatt im PS-Speicher (Gesamtkosten 125.000 Euro);
  • Portal zur Geschichte in Bad Gandersheim: 150. 000 Euro für die Schaffung eines neuen Ausstellungsraums (Gesamtkosten 355.000 Euro);

Noch nicht ausgezahlt, aber bewilligt sind unter anderem:

  • 161.000 Euro für den neuen Eingang samt Erdmännchengehege des Wildparks Hardegsen (Gesamtkosten 269.000 Euro) und
  • 228. 000 für den Anbau des Tanzstudios Baufeldt in Katlenburg (Gesamtkosten 380 .000 Euro).

Aber auch kleine Projekte profitierten vom Leader-Programm der EU. So gab es aus diesem Topf beispielsweise 3900 Euro für den W-Lan-Hotspotverbund und 5600 Euro (Gesamtkosten 15 600 Euro) für Abreißwanderkarten (Gesamtkosten 25 .000 Euro), beides in der Solling-Vogler-Region.

Übrigens: Leader steht für „Liaison entre actions de développement de l’économie rurale“, was übersetzt „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“ bedeutet. 

Neben dem Geld aus dem Leader-Programm der Europäischen Union kamen auch EU-Mittel, die über das Südniedersachsenprogramm der Landesregierung in die Region flossen, dem Landkreis zugute. So fördert die EU (neben Bund und Land) beispielsweise den Breitbandausbau (Gesamtkosten 23 Millionen Euro) im Landkreis Northeim mit zwei Millionen Euro aus seinem Europäischen Struktur- und Investitionsfonds (ESI). Der Südniedersachsencampus, dessen Welcomecenter und die von ihm geschaffene Technologieberatung haben bei einem Gesamtbudget von 5,1 Millionen Euro aus diesem Topf zusammen 884.000 Euro erhalten. 

Weitere Projekte, die Geld aus dem ESI bekommen haben und auch im Landkreis Northeim wirken, sind 

  • das Regionale Fachkräftebündnis, das bei Gesamtkosten von 1,92 Millionen Euro mit 961.000 Euro gefördert wurde, 
  • der Zweckverband Verkehrsverbund Südniedersachsen, der 143.000 Euro für seine 287.000 Euro teure die Mobilitätszentrale erhalten hat, und 
  • das Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation, das für das im vergangenen Jahr unter anderem bei den Domfestspielen getestete Projekt EcoBus 397.000 Euro erhielt (Gesamtkosten 2,6 Millionen Euro).

Lokale Aktionsgruppe entscheidet

Das Geld aus dem Leader-Programm wird über die Region Harzweserland verteilt. Darin haben sich die Städte und Gemeinden des Landkreises Northeim sowie Wirtschafts- und Sozialverbände, gemeinnützige Einrichtungen, aber auch die Kreis-Sparkasse in einer "Lokalen Aktionsgruppe“ zusammengeschlossen. Ihre Vertreter entscheiden nach einer Vorprüfung durch das Amt für regionale Landesentwicklung (Göttingen) über die Projektanträge.

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