Northeim, Osterode, Duderstadt, Einbeck, Hann. Münden

Förderung vom Bund: 800.000 Euro für das Fachwerk-Fünfeck

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Schmuckstück: Fachwerkhäuser wie dieses in der Northeimer Innenstadt sollen in den fünf beteiligten Städten Touristen anlocken. Dieser gotische Firstständer-Geschossbau wurde um das Jahr 1485 gebaut und 1992 saniert.

Northeim/Osterode. 800.000 Euro erhält das „Fachwerk-Fünfeck" in Südniedersachsen aus dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus".

Das teilten die Northeimer Bundestagsabgeordneten Dr. Wilhelm Priesmeier (SPD) und Dr. Roy Kühne (CDU) mit. Das Fünfeck bilden die Städte Northeim, Osterode, Duderstadt, Einbeck und Hann. Münden. Die Abgeordneten werten das als großen Erfolg bei der Vielzahl der Anträge: 270 waren eingereicht, 21 als „Premium-Projekte“ ausgewählt worden.

Die Jury, bestehend aus Bundestagsabgeordneten und Experten, gefiel die Idee der Südniedersachsen, das Kulturgut Fachwerk erhalten und die regionale Zusammenarbeit in den Bereichen Tourismus, Umwelt, Soziales und Kultur vorantreiben zu wollen.

Die Stadt Osterode hatte stellvertretend für alle fünf Städte den entsprechenden Antrag eingereicht. Thomas Christiansen, Erster Stadtrat und gleichzeitig Stadtbaurat in Osterode, erklärte, in der Region gebe es die größte Dichte an Fachwerkhäusern in Niedersachsen. Alle fünf Städte seien einerseits betroffen von Problemen wie Leerstand und fehlender Wärmedämmung, hätten andererseits aber „den gleichen Schatz, den es zu heben gilt“.

Christiansen nennt das Beispiel Tourismus, wo man gemeinsam ein Paket anbieten könnte.

Jetzt gehe es darum, sich kurzfristig zusammenzusetzen, um den eigentlichen Förderantrag an das Bundesbauministerium zu stellen, erläutert der Stadtbaurat. „Wir wollen mit den 800.000 Euro Vorarbeit leisten“, so Christiansen, etwa eine Machbarkeitsstudie finanzieren, um Anreize zu schaffen für Investoren.

Northeims Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser freut sich über die Fördermittel. „Wir können jetzt in die Planungsphase gehen“, sagte er auf HNA-Anfrage. Als ein erstes konkretes Verbundprojekt kann er sich eine bessere Verknüpfung des Radwegenetzes vorstellen. (kri/nik)

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